Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Calw Kurse für Angehörige von Demenzkranken

Von
Hartmut Keller von der AOK und Monika Volaric vom Verein "DemiL" freuen sich über die Kooperation. Foto: Biermayer

Calw - Eine Demenzerkrankung ist ein Schicksalsschlag – auch für die Angehörigen. Diese stehen dann oft vor einer großen Herausforderung: Wie geht man mit einer solchen Situation um? Um diese Frage zu beantworten, bietet der Verein "Demenz mitten im Leben" in Kooperation mit der AOK nun Kurse für Betroffene an.

Sichtlich erfreut sind Monika Volaric vom Verein "Demenz mitten im Leben" (DemiL), und Hartmut Keller, Geschäftsführer der AOK Nordschwarzwald, als sie die Kooperationsvereinbarung im Haus auf dem Wimberg unterzeichnen. "Es ist das erste Angebot dieser Art im Kreis", zeigt sich Keller stolz. "Es ist schön, dass es nun auch Hilfe für die Angehörigen von Demenzerkrankten gibt", ergänzt Volaric.

Dies sei auch notwendig. Denn rund 50 Prozent der Pflegebedürftigen im Kreis würden von ihren Familienmitgliedern betreut. "Und die Demenz stellt diese vor große Herausforderungen", so Volaric. Die Veränderungen der Erkrankten führten bei den Angehörigen zu großen psychischen Belastungen. "Es ist nicht einfach, wenn die Mutter ihren Sohn nicht mehr erkennt, oder der Ehemann nicht mehr weiß, dass er verheiratet ist", erklärt Volaric.

Um mit solchen Belastungen besser umgehen zu können, bietet der Verein Demil nun Schulungen für die Angehörigen an. "Die Angehörigen müssen sich verändern, weil es die Demenzerkrankten leider nicht mehr aktiv können", so Volaric. So werde beispielsweise eine einfühlsame Art der Kommunikation mit den erkrankten Verwandten geübt. Auch der schwierige Umgang damit, dass viele Erinnerungen an gemeinsam Erlebtes verschwinden, stehe auf dem Plan.

"Viele Angehörige merken anfangs gar nicht, dass sie Hilfe benötigen", mein Volaric. Auch da kann der Kurs helfen und auf Pflegedienst-Angebote aufmerksam machen. "Es ist wichtig, dass Pflegedienste frühzeitig eingeschaltet werden. So kann vertrauen aufgebaut werden, wenn die Demenz noch nicht weit fortgeschritten ist", ergänzt sie. Zudem könnten die betroffenen Angehörigen durch die Kurse untereinander in Kontakt treten und merkten so, dass sie nicht alleine seien.

Gelungene Pilotphase

In einer Pilotphase wurde der Kurs im vergangenen Jahr bereits getestet. Alle Teilnehmer hätten positive Rückmeldungen gegeben.

"Das hat uns bestärkt, das Angebot fortzuführen", erzählt Volaric. Nur müssen die Kurse eben auch bezahlt werden und das sei für viele bereits eine Hürde.

Hier kommt die AOK Nordschwarzwald ins Spiel: Sie finanziert die Kurse. "Wir sehen das als präventive Investition, um möglichen psychischen Folgen bei den Angehörigen vorzubeugen. Deshalb waren wir bei Frau Volarics Initiative gleich mit im Boot", erklärt Geschäftsführer Keller. "Wichtig ist auch, dass die Demenzerkrankten während des Kurses für die Angehörigen betreut werden", ergänzt er. Auch das sei sonst oft ein Hindernis solche Angebote in Anspruch zu nehmen.

 
 

Flirts & Singles

 
 
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Kommentarregeln

Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.

  1. Passwort vergessen?
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!
  1. null

loading