Knapp 2000 Besucher aus aller Welt werden in dieser Woche zur Hausmesse Holzma-Treff erwartet. Foto: Fritsch

Hörner Maraß hat Krise noch nicht ganz überwunden. Bei Aufträgen und Umsatz kräftiges Plus.

Calw-Holzbronn - So ganz traut Eckhard Hörner-Maraß dem Braten noch nicht. "Jein" antwortet der Geschäftsführer der Holzma Plattenaufteiltechnik GmbH auf die Frage, ob die Krise überwunden ist. Jedenfalls gibt es bei dem in Holzbronn ansässigen Tochterunternehmen der Homag Group, Schopfloch (Kreis Freudenstadt), seit August erstmals seit zwei Jahren keine Kurzarbeit mehr. Auch in den nächsten Monaten sei eine solche Maßnahme nicht notwendig, so Hörner-Maraß.

Die Zahlen des Unternehmens können sich sehen lassen. Das Ziel, Auftragseingang und Umsatz zweistellig zu steigern, sei deutlich übertroffen worden. 2009 sind ordentliche schwarze Zahlen erreicht worden. Das Ergebnis, so der Holzma-Chef, dürfte sich in diesem Jahr weiter verbessern.

Umsatz von 2007 noch nicht wieder erreicht

Krise? War da was? Nun, beim Umsatz hinkt Holzma wie viele andere Maschinenbauunternehmen noch den Zahlen von 2007 hinterher. Damals hat der Spezialist für Plattenaufteiltechnik einen Umsatz von 96 Millionen Euro erwirtschaftet. Dieser Wert ist noch nicht wieder erreicht. Mit Blick auf die Branche werde 2010 noch ein spannendes Jahr. Für Hörner-Maraß steht fest: "Wer dieses Jahr gut übersteht, hat einen guten Job gemacht". Holzma dürfte dabei sein. Mit dazu beigetragen haben dürfte die für den Maschinenbau ungewöhnlich hohe Eigenkapitalquote. Dadurch sei man, so Hörner-Maraß, weitgehend unabhängig von den Banken gewesen.

Der Holzma-Chef sieht die Krise als "tolle Herausforderung", die das Unternehmen durch "Stabilität, Solidität und Bonität" gemeistert habe, obwohl auch Holzma "Federn lassen musste". So waren im ersten Halbjahr 2009 Umsatz und Bestellungen um 40 Prozent eingebrochen. 2009 wurde die Belegschaft um acht Prozent reduziert, also weit weniger als das Geschäftsvolumen. An einen größeren Personalaufbau denkt Hörner-Maraß derzeit nicht. Die Jahre 2009 und 2010 werden dazu genutzt, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Das Produktportfolio wurde ausgebaut, in der Entwicklung wurde nicht gespart.

Neue Baureihe 3 wird präsentiert

Und so präsentiert der Spezialist für Plattenaufteiltechnik anlässlich des Holzma-Treffs in dieser Woche die neuen Baureihe 3. Dabei spielt die Einsparung von Energie eine wesentliche Rolle. Die Zeiten, in denen derjenige den Auftrag bekam, der das stärkste Aggregat präsentierte, sind vorbei, sagte Produktmanager Martin Kress. Der Energieverbrauch wurde schon bei der bisherigen Baureihe 3 durch sparsame Technologien um 20 Prozent reduziert.

"Nun haben wir bei der Weiterentwicklung noch mal nachgelegt", so der Holzma-Manager. Vor allem bei Absaugung, Pneumatik, Elektrik und Antriebstechnik seien wesentliche Verbesserungen erzielt worden. Die Energieeffizienz bei der Weiterentwicklung der umsatzstärksten Holzma-Baureihe stieg nochmals um 20 Prozent.

Die alljährliche Hausmesse Holzma-Treff hat am Dienstag begonnen. Noch bis Freitag werden knapp 2000 Kunden aus aller Welt in Holzbronn zu Gast sein, um sich über Produkte und Neuentwicklungen von Holzma und anderen Unternehmen der Homag-Group zu informieren.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: