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Calw "Jede Marke lebt von der Ambivalenz"

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Gaben und bekamen neue Anregungen zum Tourismusmarketing (von links): Hansjörg Mair (Geschäftsführer der Schwarzwald Tourismus GmbH), Christian Blümelhuber (Wissenschaftler und Markenexperte), Martin Keppler (Hauptgeschäftsführer der IHK Nordschwarzwald), Klaus Hoffmann (Geschäftsführer KTG Karlsruhe Tourismus GmbH) und Steffen Schillinger (CEO Hotel Lauterbad). Foto: Zoller Foto: Schwarzwälder Bote

Nordschwarzwald. "Mach Dir Dein Bild vom Schwarzwald!" lautete die Aufforderung des Schwarzwald-Tourismuskongresses, der in der Akademiebühne Baden-Baden bei über 100 Teilnehmern aus Hotellerie, Gastronomie und Touristik ebenso wie bei Vertretern von Industrie und Dienstleistungen großen Anklang fand. Veranstaltet von den fünf Schwarzwälder Industrie- und Handelskammern – darunter der IHK Nordschwarzwald – und der Schwarzwald Tourismus GmbH stand der "Der Schwarzwald in Kommunikation und Medien" im Fokus von mehreren Referenten, die den Slogan der Ferienregion "herz-erfrischend-echt" mit kreativen Aspekten, strategischen Inhalten und zukunftsträchtig frechen Visionen füllten.

Der "dritten Akt einer fünfteiligen Symphonie" war dem Thema Digitalisierung gewidmet. Ein Thema, das für Hansjörg Mair, Geschäftsführer der Schwarzwald Tourismus GmbH (STG), als Chance für alle beteiligten Akteure zu sehen ist. Der digitale Fortschritt müsse genutzt werden, um den Kunden von morgen anzusprechen.

Man braucht Fitness, Sexyness und Flexibilität"

Neue Bilderwelten und digitale Strategien beschäftigen Martin Birchmeier. Der ist Berater im Bereich Tourismuszukunft und zog ein Fazit: Je größer die digitale Vielfalt, desto größer die Wahrscheinlichkeit, neue Zielgruppen für Produkte und Dienstleistungen aus Hotellerie und Gastronomie zu gewinnen.

Als weiterer Referent beschloss Marketingexperte Prof. Dr. Christian Blümelhuber die Veranstaltung mit dem "Drei mal Drei" des Zukunftsmanagements. In seinem spannenden Vortrag ging es darum, wie Unternehmen sich auf die mehr oder weniger bekannte Zukunft vorbereiten und diese sogar aktiv mitgestalten können.

 Doch wie kann man den Kunden emotional auf Anhieb packen? Sein geballtes Fachwissen vermittelte der Experte mit einem Exkurs in die Neuropsychologie und erklärte am Beispiel von drei Tieren, wie Marketing Aufmerksamkeit erregen und nachhaltig im Gedächtnis der Kunden verankert werden kann: das Chamäleon, das fit ist, der Pfau, der sexy ist, und der Birkenspanner, der als Falter ein Paradebeispiel für die Fortentwicklung einer Tierart angeführt wird, die sich den Veränderungen der Umwelt anpasst. Man braucht also Fitness, Sexyness und Flexibilität um attraktiv zu sein. Doch viele haben verlernt, Veränderungen wahr zu nehmen, argumentiert Blümelhuber der mahnend ergänzt: "Wir müssen unsere Scheuklappen los werden!"

Sein Credo: Aus Konventionen auszubrechen. "Wer etwas verändern möchte, braucht nur zehn Prozent der Menschen eine Richtung zu geben, dann werden alle anderen folgen". 

 Blümelhuber sieht für den Schwarzwald "wahnsinnige Chancen" im touristischen Umfeld, weil die Marke bekannt ist und zudem "mit vielen interessanten und aktuellen Themen aufgeladen werden könnte". Den Konjunktiv verwendet der Markenspezialist weil das Mystische, das im Schwarzwald mitspielt seiner meiner Meinung nach in der Realität zu wenig beachtet wird. "Jede Marke lebt von der Ambivalenz – man braucht das Schöne, aber eben auch das Hässliche. Erst dann wird es spannend."

Für Martin Keppler, Hauptgeschäftsführer der IHK Nordschwarzwald hat der Kongress ein neues Bild vom Schwarzwald aufgezeigt. Mit der Botschaft des eindrucksvollen Blümelhuber-Vortrags steht für ihn fest: "Alle Touristiker müssen an einem Strang ziehen, um die touristische Botschaft breit nach außen zu tragen."

Ihre Redaktion vor Ort Calw

Ralf Klormann

Fax: 07051 20077

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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