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Calw Homag investiert in ein neues Großteile-Bearbeitungszentrum

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Homag hat in eine neue Maschine investiert, die den Mitarbeitern ihre Tätigkeit erleichtern soll. Foto: Homag Group Foto: Schwarzwälder Bote

Calw-Holzbronn. Die Firma Homag investiert am Standort Holzbronn in ein neues Großteile-Bearbeitungszentrum.

Prozesssicherheit, Qualität und Effizienz in der Produktion sind für den Erfolg eines Unternehmens entscheidend, heißt es in einer Mitteilung der Firma. Deshalb investierte die Homag Group jüngst am Standort Holzbronn in ein neues Großteile-Bearbeitungszentrum von Soraluce. Rund 1,3 Millionen Euro hat Homag in die Hand genommen, um die Fertigung in Holzbronn mit dem neuen Bearbeitungszentrum auszustatten. Bearbeitet werden Großteile mit bis zu 18 Metern Länge. Hauptsächlich handele es sich dabei um Komponenten der Säge wie Maschinenfüße, Maschinenkörper, Programmschieberführungen oder Druckbalken, ist dort weiter zu lesen.

"Die Elemente werden auftragsneutral in Holzbronn angeliefert und dann von uns auf dem Soraluce Bearbeitungszentrum gebohrt und gefräst", erklärt Projektleiter Erwin Weippert. "Erst dadurch wird das Werkstück zu einem individuell zum Kundenauftrag passenden Teil." Nach der Montage einiger weiterer Komponenten gehen die Teile dann zur Taktmontage – ohne Zwischenlagerung. Das führt zu kurzen Durchlaufzeiten und damit zu wettbewerbsfähigen Herstellkosten.

Bereit für weiteres Wachstum

Das neue Bearbeitungszentrum ersetzt ein Vorgängermodell, das ebenfalls aus dem Hause Bimatec Soraluce stammte und sich lange bewährt hat: "Fast 20 Jahre hatten wir die Anlage im Einsatz", so Weippert. "Die Investition von damals hat sich also wirklich gerechnet." Genau diese Erfahrungen waren es, weshalb der Anbieter erneut in Frage kam. "Wichtig war uns auch, dass die neue Maschine auf das vorhandene Fundament passt", ergänzt Weippert. Vor 20 Jahren hatte man dieses Fundament mit großem Aufwand erstellt. Die Maschine sitzt darin tiefer – für die Mitarbeiter sei das ein ergonomischer Vorteil beim Rüsten der Maschine.

Der Grund für die Investitionsentscheidung lag in der verschleißbedingt steigenden Fehleranfälligkeit und einer wachsenden Zahl ungeplanter Maschinenausfälle. Letztere waren ausschlaggebend: "Wir haben die Anlage dreischichtig im Einsatz", so Weippert. "Da dürfen wir keine Risiken eingehen und brauchen eine absolut zuverlässige ­Maschine. Nur so können wir maximale Prozesssicherheit garantieren und unsere Termine einhalten." Die Groß­teile-Bearbeitung spielt dabei eine zentrale Rolle, da sie im Produktionsablauf weit vorne steht. Ein Ausfall hier würde Folgen für die gesamte Produktionskette haben.

"Wir gehen davon aus, dass die Maschinen-Verfügbarkeit nun bei rund 96 Prozent ­liegen wird und dass das Teilespektrum zukünftig um etwa zehn Prozent effizienter bearbeitet werden kann", meint Jens Held, Werksleiter und Geschäftsführer bei Homag.

Mit der neuen Anlage ergeben sich nun auch neue Möglichkeiten in der Großteile-Bearbeitung. Kurz: Mit dem neuen Bearbeitungszentrum habe das Werk in Holzbronn wieder Leistungsreserven für weiteres Wachstum und sei bereit für die Zukunft, betont Held.

"Die neue Anlage verfügt über eine Kamera", erklärt Weippert, "damit kann der Mitarbeiter auch die nicht einsehbaren Bereiche der Maschine überwachen." Auch die Werkzeugbruch-Kontrolle und die Kollisionsüberwachung seien für ihn erwähnenswert – die Maschine schalte sich im Zweifel automatisch aus und Schäden würden so vermieden oder minimiert. Außerhalb des Bedienbereichs könne der Bediener darüber hinaus über eine separate Steuerung eingreifen und habe so Zeit für weitere Tätigkeiten, zum Beispiel Rüst­arbeiten.

Denn auf der 20 Meter langen Maschine ist die sogenannte Pendelbearbeitung möglich – während die Maschine auf der einen Seite arbeitet, wird sie auf der anderen Seite vom Mitarbeiter gereinigt, bestückt oder entladen. Nicht nur die Maschinen, sondern auch der Service wandelt sich im Laufe der Zeit. So sind Wartungs- und Serviceprozesse heute deutlich digitalisierter.

"Das beginnt schon bei den vielen Analysemöglichkeiten, die wir heute haben", erläutert Weippert. "Bei dieser neuen Maschine kennen wir Temperaturen, Schwingungen und Werkzeugstandzeiten. Darüber hinaus haben wir den Prozess der Werkzeugverwaltung und -voreinstellung digitalisiert. Wartungselemente sind in der neuen Maschine gut zugänglich, Auswertungen geben uns einen regelmäßigen Status Quo."

In Holzbronn sind drei Großteile-Bearbeitungszentren installiert. Nach dem erfolgreichen Tausch des ersten wird im Dezember auch die zweite Soraluce Maschine ersetzt werden.

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