Die Gesundheitskonferenz misst dem Bereich Pflege künftig mehr Bedeutung zu.Symbolfoto: dpa/Reinhardt Foto: Schwarzwälder Bote

Vernetzung: Neu strukturierte Institution nimmt Arbeit auf / Erste Veranstaltung noch dieses Jahr

Kreis Calw. Die neu strukturierte Gesundheits- und Pflegekonferenz hat ihre Arbeit aufgenommen. Die seit zehn Jahren bestehende Gesundheitskonferenz im Kreis Calw wurde um den Bereich der Pflege erweitert. Landrat Riegger betonte die Wichtigkeit der Konferenz für den Kreis Calw, den man zu einem Gesundheitskreis weiterentwickeln möchte. Der Bau des neuen Gesundheitscampus errege landesweit Aufsehen, so Riegger. In der ersten Sitzung des Beirats wurde unter anderem eine neue und angepasste Geschäftsordnung verabschiedet.

Möglich wurde dies durch eine Vorgabe der Landesregierung, den Pflegebereich stärker in den Fokus zu stellen. Es gab entweder die Möglichkeit, parallel zur Gesundheitskonferenz eine eigenständige Pflegekonferenz zu gründen oder, wie im Kreis Calw, die bestehende und gut funktionierende Gesundheitskonferenz um das wichtige Thema Pflege zu erweitern. Als Ziele für die Pflege im Kreis Calw wurden neben der Erweiterung der Gesundheitskonferenz die Vernetzung von Anbietern in der Pflege und der Unterstützungsangebote, die Information der Bürger über Angebote sowie Beratungsstrukturen, alltagsunterstützende Technologien und unterschiedlichste Wohnformen festgeschrieben.

Erreicht werden sollen diese Ziele durch Informationsveranstaltungen und Bildungsangebote zu den unterschiedlichsten Themen. Planung und Umsetzung finden im Arbeitskreis "Pflegerische Versorgung – aktives Altern", unter der Leitung von Monika Volaric, Heimleitung im Haus auf dem Wimberg, statt. Die erste Veranstaltung soll noch in diesem Jahr stattfinden und die Herausforderungen in einer älterwerdenden Gesellschaft thematisieren. Für das Projekt erhält der Landkreis Calw Fördermittel in Höhe von 60 000 Euro vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg.

Auch im Arbeitskreis Prävention, Rehabilitation und Gesundheitsförderung unter der Leitung von Markus Wiedemann geht es um das Thema Pflege. Dort beschäftigt man sich mit den pflegenden Angehörigen. Welche Präventions-, Reha- und Entlastungsangebote gibt es für die Menschen im Kreis Calw - welche Angebote fehlen noch? Und wie können pflegende Angehörige besser erreicht und ihnen ein einfacher Zugang zu den Angeboten ermöglicht werden? Im seit 2012 bestehenden Arbeitskreis ambulante und stationäre medizinische Versorgung von Martin Oberhoff beschäftigt man sich weiterhin mit der Umsetzung des Masterplans zur Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung. Im Rahmen des Masterplans ist auch das Hausärztestipendium entstanden. Derzeit unterstützt der Kreis Calw 14 Medizinstudierende, die nach ihrer Ausbildung in der hausärztlichen Versorgung im Landkreis tätig werden.

Als Ansprechpartnerin für die Kommunale Gesundheits- und Pflegekonferenz steht Carolin Gutsch, Leiterin der Geschäftsstelle, zur Verfügung: telefonisch unter 07051/16 06 44 oder per Mail an Carolin.Gutsch@kreis-calw.de.

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