Schonach hat sich in den vergangenen Jahrzehnten kräftig ausgedehnt. Foto: Landesarchiv/StAL/EL68IX-15306

Schonach im Wandel der Zeit – das ist am besten aus der Luft zu sehen. Im Vergleich von Luftbildern aus den Jahren 1968 und heute zeigt sich, wie sich die Schwarzwaldgemeinde innerhalb von mehr als 50 Jahren ausgedehnt hat.

Schonach - Im Mai 1970 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 4869 Einwohner und 1505 Haushalte, das machte damals 3,3 Personen je Haushalt. Im Jahr 2011 waren es laut statistischem Bundesamt 1994 Haushalte bei 3861 Einwohner.

 

Dass die Zahl der Personen pro Haushalt damit sinkt, zeigt sich auch an der Ausdehnung der Bebauung. Diese fand in den 1960er-Jahren hauptsächlich um den Ortskern, der Langmatte und entlang der heutigen Landesstraße 109 Richtung Triberg statt. Die Langmatte war damals noch eine Grasfläche und wurde landwirtschaftlich genutzt.

Gefeiert wurde mit Pavillon bei der alten Sporthalle

Der Kurpark und ein Haus des Gastes gab es zu dieser Zeit ebenso noch nicht. Feste feierte man im kleinen Kurpark mit Pavillon bei der alten Sporthalle, die ungefähr dort stand, wo heute der Schulparkplatz und -spielplatz ihren Patz gefunden haben.

Pfarrkirche und "Schwanen" prägend

Schonach hat sich zwar ausgedehnt, einige Gebäude findet man aber auf beiden Bildern. Prägnanter Fixpunkt damals wie heute ist die katholische Pfarrkirche die in ihrem heutigen Aussehen im Jahr 1915 fertiggestellt wurde. Darunter der Gasthof Schwanen, damals wie heute mit dem Anbau aus dem Jahr 1955 an die alte Schwanenwirtschaft.

Auch das alte Schulhaus hat die Zeit überdauert, ebenso wie die Burger-Villa und das Anwesen Sperl an der Hauptstraße. Andere Gebäude mussten weichen. So das alte Rathaus, das um 1900 gebaut wurde, oder das einstmals florierende Hotel Lamm, das dann dem Neubau des heutigen Rathauses weichen musste.

Seit 1974 gibt es das Haus des Gastes

Dafür entstand aber viel Neues. Die große Grünfläche in der Mitte der Schwarzwaldgemeinde gibt es nach wie vor, dort ist allerdings ein großer Kurpark mit See und Spielplatz entstanden, an dessen südlicher Seite das Haus des Gastes, das im Jahr 1974 fertiggestellt wurde.

"Seifenberg" mittlerweile voll bebaut

Auch die Sporthalle oder die Fabrikanlagen der Firmen SBS und BIW sind in den vergangenen 50 Jahren gewachsen. Die größten Augenscheinlichkeiten aber fallen einem jedoch in der Peripherie der Gemeinde auf. Nördlich des Grubwegs war 1968 kaum Bebauung zu finden. Heute ist dort das neue Baugebiet Seifenberg mittlerweile voll bebaut, Ginsterstraße und Alfred-Feudel-Weg entstanden und das Baugebiet am Ölberg.

1968 wurden im Obertal noch Felder bewirtschaftet

Ebenso im Obertal, während 1968 hier noch Felder und Wiesen bewirtschaftet wurden, zeigt das heutige Luftbild eine immense Ausdehnung des Siedlungsgebiets, vor allem Richtung Laubeck, wo in den vergangenen fünf Jahrzehnten unter anderem eine Ferienwohnungs-Anlage und große Wohnhäuser entstanden. Der 1968 noch sichtbare Laubeck-Sportplatz des FC Teutonia 09 Schonach musste der Bebauung in den 1990er-Jahren weichen und fand seinen neuen Platz im Obertal.