Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Burladingen Zum Stadtfest gab’s Bestrickendes

Von
Eine der Stoffbahnen, mit denen 1978 zum Stadtfest der Industriepavillion der Trikotfabriken ausgekleidet war, ist im Feuerwehrgerätehaus aufgetaucht. Foto: Eule Foto: Schwarzwälder Bote

schwarzwaelder-bote.de schickt Sie auf Reisen Zum Gewinnspiel

Die Textilunternehmen Burladingens waren vor 40 Jahren so stolz auf ihre Industrie, dass sie ihre Produktion und Geschichte zum großen Stadtfest am 12. und 13. August 1978 in einem großen Industriepavillon präsentierten und extra Stoffbahnen mit dem Stadtwappen weben ließen.

Burladingen. Eine Rolle dieses Stoffes ist jetzt wieder aufgetaucht, im Feuerwehrgerätehaus der Kernstadt, im Industriegebiet Auf Schlichte. Mit diesen Stoffbahnen, auf denen das Wappen Burladingens – die gekreuzten Schlüssel, ein Falke und die Aufschrift "1200 Jahre Burladingen" zu lesen ist – waren innen die ganzen Wände des großen Industriepavillions ausgekleidet. Denn Burladingen feierte 1978 nicht nur die Erhebung in den Rang der Stadt sondern auch die rund 1200 Jahre alte erste urkundliche Erwähnung.

Man zeigte auch, wie mit modernen Flachstrickmaschinen Stoffbahnen entstehen

Der Industriepavillion war ein großes, geräumiges Zelt, so erinnern sich Zeitgenossen. Auf einer für die damalige Zeit modernen Flach- und Rundstrickmaschine wurde drinnen unter anderem gezeigt, wie derlei Stoffbahnen entstehen.

In der Ausstellung der Textiler waren außer den modernen Maschinen auch Textilmaschinen ab dem Baujahr 1886 zu sehen, und Schautafeln verrieten Zahlen und Fakten zu Produktion, Modetrends, Energieverbrauch und Vertriebswege.

Der Fabrikant Eugen Sauter, als Sprecher der Textilunternehmer, eröffnete die Ausstellung und begrüßte zum Empfang viele "Vertreter des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft", wie es die Broschüre verrät, die die Stadt Burladingen als "Rückschau auf die Festveranstaltungen" nach all den Feierlichkeiten im Jahre 1978 zusammengestellt hat.

In dieser Broschüre ist auch der Festvortrag abgedruckt, den Heinrich Rettich, Bürgermeister a.D. und Ehrenbürger der Stadt Burladingen seinerzeit hielt. Auch er ging auf die Textilindustrie der frisch gebackenen Fehlastadt besonders ein. Er sagte damals: "Als vor rund hundert Jahren, vom württembergischen Staat unter Minister Steinbeiß zielbewußt gefördert, im Raume des heutigen Albstadt eine florierende Trikotindustrie entstanden war, da hat nur wenig später auch Burladingens Sternstunde geschlagen. Bescheiden fing es an, doch lag der eminent fleißigen und strebsamen Bevölkerung, die schon bisher primitive Hausweberei- und stickerei betrieb, der Sinn für die neuen Chancen gleichsam im Blut. Mehr und mehr Burladinger gingen in den Trikotfabriken des Talgang zu Arbeit, und nicht gering war die Zahl der Frauen, die gegen bescheidenen Lohn Heimarbeit für Ebinger und Tailfinger Trikotbetriebe verrichteten. Schließlich 1887 machte sich der erste Burladinger mit der Herstellung von Trikotware selbständig." Die Ausstellung der Textilunternehmer in ihrem Pavillion mag 1978 zwar die bestrickendste gewesen sein, aber längst nicht die einzige.

Auch Siebmacher, Meßmacher und Töpfer präsentierten sich damals

Außer den Stoffherstellern präsentierten sich in einer weiteren Ausstellung das Burladinger Handwerk, die Peitschenmacher, Siebmacher, Meßmacher, Töpfer, Drechsler und viele mehr. Eine andere Ausstellung hieß "Erlebte Zeitgeschichte in Wort und Bild", es gab eine über "Namhafte Persönlichkeiten", und eine weitere widmete sich dem Burladinger Vereinsleben, das schon damals sehr rege war. Auch Bodenfunde und Archivalien aus der Besiedlungsgeschichte und dem Mittelalter wurden präsentiert.

Mit einer losen Serie von Artikeln und Beiträgen will der Schwarzwälder Bote den 40. Geburtstag der Stadt Burladingen feiern, an die Stadterhebung erinnern, an gute alte Zeiten und Anekdoten erzählen. Es gibt viel, worauf die Fehlastadt und ihre Bürger nach vier Jahrzehnten stolz sein können. Waren Sie damals dabei? Haben Sie Bilder oder erinnern sich an lustige oder nennenswerte Details? Hatte Ihr Auto einen B-Aufkleber? Haben Sie Fotos? Melden Sie sich unter redaktionburladingen@schwarzwaelder-bote.de oder unter 07475/1600.

Artikel bewerten
5
loading
 
 

Ihre Redaktion vor Ort Burladingen

Flirts & Singles

 
 
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Kommentarregeln

Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.

  1. Passwort vergessen?
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!
  1. null

loading