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Burladingen SPD will Flagge zeigen in Fehlastadt

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Bundestagsabgeordneter Martin Rosemann (rechts) freute sich: Der SPD-Stammtisch in Burladingen war gut besucht. Drei Stunden wurde rege diskutiert. Foto: Rapthel-Kieser Foto: Schwarzwälder Bote

Sollten sich Burladinger Sozialdemokraten für die anstehende Kommunalwahl aus der Deckung trauen, sie können sich der Unterstützung vieler Genossen aus dem Landkreis sicher sein. Beim SPD-Stammtisch waren Sozialdemokraten aus allen Städten des Kreises dabei.

Burladingen. Auch einige junge Menschen waren gekommen. Allerdings: keine Burladinger. "Da hätte ich mir mehr gewünscht", räumte Kreisvorsitzender Alexander Maute bei seiner Begrüßung der rund 15 Anwesenden in Dianas Hendl-Alb ein. Aber, so musste er auch selbstkritisch zugeben, sei die viertgrößte Stadt des Landkreises von vielen Genossen aus der Nachbarschaft in den vergangenen Jahren vielleicht auch vernachlässigt worden. Er erinnerte daran, dass die SPD im Gemeinderat Burladingen nicht mehr vertreten ist und der Ortsverein sich aufgelöst hat.

Dass man jetzt wieder mehr Flagge zeigen will, sei nicht nur dem Fakt geschuldet, dass es gelte aufzustehen, wenn ein Bürgermeister gruppenfeindliche Tendenzen erkennen lasse, wenn er einer Partei beitrete, die Fragen aufwerfe, und wenn er seinen Gemeinderat missachte. "Wir schulden es auch den Menschen, die hier leben, mit unseren Ideen und unserem Programm präsent zu sein und Lösungsmöglichkeiten für sie aufzuzeigen", so Maute.

Der Kreisvorsitzende erinnerte an die Veranstaltung der Sozialdemokraten vor rund einem Jahr in Burladingen zum Thema Rechtspopulismus. Damals hatte der Landtagssfraktionsvorsitzende Andreas Stoch referiert und rege mit den Zuhörern diskutiert. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Rosemann sei ohnehin immer wieder in Burladingen. Er begleitete die Gründung des Arbeitskreises Asyl, war bei Schülern des Progymnasiums zu Gast und wertet auch das Erstarken des Bündnisses "Burladingen ist bunt" als positives Zeichen in der Fehlastadt.

Mit deutlichen Worten geißelte Maute die Debattenkultur im Bundestag. Mit dem Einzug der AfD habe die sich verändert. Dass die Rechtskonservativen in einer Anfrage einen Zusammenhang herstellen zwischen Zuwanderung, Inzucht und Behinderung sei nicht nur völlig "absurd", sondern habe ihn "an die schlimmsten Zeiten" in der deutschen Geschichte erinnert.

Michael Föst, der neue Erste Bevollmächtigte der IG Metall Albstadt, entwarf am Stammtisch gleich einmal die Marschroute der Themen, welche die SPD zusammen mit der Gewerkschaft künftig beackern müsse. Dass Aussteigen von Arbeitgebern aus den Tarifverträgen, die unbegründete Befristung von Arbeitsverträgen und Löhne, die selbst nach 40 Jahren Arbeit Rentner später zu "Aufstockern" durch Hartz IV machten, seien Probleme, die nur gemeinsam angegangen werden könnten.

Klaus Käppeler, bis 2016 Landtagsabgeordneter aus dem Wahlkreis Hechingen-Münsingen, sprach davon, wie intensiv sein Kontakt zu Bürgermeister Harry Ebert einst gewesen sei, wie stark das Land und auch der Bund Projekte in Burladingen unterstützt und mitfinanziert hätten. Auch wenn der Stadtchef es gerne anders darstelle, aber da sei viel Geld geflossen. So unter anderem in die Renovierung der Stadthalle. "Ich habe das fast als persönliche Beleidigung empfunden", als Ebert über das Thema Inklusion mit ihm habe nicht diskutieren wollen und eine "reine AfD-Haltung" vertreten habe, so Käppeler.

Juso-Kreisvorsitzende Lara Herter war es, die nach rund drei Stunden Meinungsaustausch und reger Diskussion versprach, dass auch die jungen Sozialdemokraten in Burladingen künftig mit überraschenden Aktionen und Veranstaltungen in Erscheinung treten und mit den Bürgern ins Gespräch kommen wollen.

 
 

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