Die Stadtkapelle bot Verpflegung für die Osterwanderer aus Nah und Fern. Foto: Rapthel-Kieser Foto: Schwarzwälder Bote

Engagement: Organisatorinnen im Dauereinsatz / Stadtkapelle überlegt sich weiteren Wochenend-Verkauf

Der Burladinger Osterwanderweg auf dem Mettenberg – ein Rundweg und eine runde Sache. Bereits zur Halbzeit kann die Gruppe der Organisatorinnen eine positive Zwischenbilanz ziehen und vermeldet: Die Tausendermarke an Besuchern ist längst geknackt.

Burladingen. "Es ist toll, vor allem für die Kinder", sagt ein Vater aus Sickingen, der mit Kind und Kegel angereist ist, um seiner Familie zu Beginn der Ostertage trotz Lockdown wenigstens ein paar Stunden Vergnügen zu bieten. Jetzt steht er am Wurststand der Stadtkapelle und sorgt für leibliche Genüsse für seine Lieben. "Wir haben den Rucksack mit dem Vesper einfach daheim vergessen", erklärt seine Frau schulterzuckend den Einkauf.

"Es ist die beste Wurst von ganz Burladingen", kommentiert ein Einheimischer, der ebenfalls auf dem Rundwanderweg unterwegs ist.

"Wahrscheinlich war es an diesem Tag die Einzige, die man kaufen konnte", lacht Maximilian Kuster, Vorsitzender der Stadtkapelle, als er vom Schwarzwälder Boten von diesem Lob erfährt. Den Wurst- und Getränkeverkauf hatten an drei Tagen Freiwillige aus dem Vorstand der Stadtkapelle übernommen, und das Gremium will sich nun überlegen, dies vielleicht auch am kommenden Wochenende anzubieten. Sicher ist das aber noch nicht. Auch wegen des plötzlichen Wintereinbruchs.

Kuster lobt vor allem die Gruppe rund um "Burladingen kreativ". Viel Arbeit stecke da drin, sagt er über die vielen bunten Stationen auf dem Osterwanderweg, die verschiedene Gruppen, Vereine, Kindergärten, Sponsoren und die zehn Organisatorinnen aufgebaut haben: "Das ist alles sehr liebevoll gemacht." Was Kuster auch freut: "Es gab keinen Vandalismus, und die Leute waren doch sehr diszipliniert."

Die Organisatorinnen waren über die Feiertag wechselweise im Dauereinsatz, berichtet eine von ihnen, Lorena Bonura. Es galt, regelmäßig Müll einzusammeln, mehr Steinchen zum Mitnehmen bereitzustellen. Die Fühlkisten füllte die Tagesgruppe der Schulsozialarbeit nach, die Kinderkirche ihre Tütchen. Hier und da galt es auch mal, Blumen und Dekoration zu ersetzen.

Die wandernden Familien, Hundebesitzer oder Radfahrer kamen teilweise von weit her. Die Autonummern und Fahrzeugaufkleber an der Wendeplatte verrieten Besucher aus Stuttgart, Göppingen, Rottweil oder Freudenstadt. "Hochgerechnet sind es mindestens schon tausend Besucher, eher mehr", schätzt Lorena Bonura. Was sie freut: Im Gespräch mit Wanderern und Familien hat es ganz viel Lob gegeben, aber auch die eine oder andere Anregung. Etwa, doch schon am Parkplatz mit Informationen über die Länge der Strecke aufzuwarten.

Bis zum 11. April ist der Wanderweg mit seinen bunten Erlebnis-Stationen für Groß und Klein noch geöffnet. Die Gruppe ist sich jetzt schon einig, dass dies nicht ihre letzte Aktion bleiben soll. Mit der Stadtverwaltung wollen sich die zehn Frauen weitere Gedanken über ähnliche Veranstaltungen machen. "Ideen haben wir noch ganz viele", sagt Bonura.

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