Beim Adventskonzert in Gauselfingen harmonierten Gesangverein und Musikverein gut miteinander. Foto: Bender Foto: Schwarzwälder Bote

Weihnachten: Chor- und Blasmusik treffen bei Adventskonzert aufeinander / Ashcroft: "Sauna für die Seele"

Wieder einmal haben Gesangverein und Musikverein in Gauselfingen ein bewegendes Adventskonzert gegeben. Diesmal wurde ein Jubiläum gefeiert.

Burladingen-Gauselfingen. D ie Peter-und-Paul-Kirche in Gauselfingen ist an diesem vierten Adventsabend außerordentlich gut mit Besuchern gefüllt, als von der Empore herab Trompetenklänge erschallen und die Musiker sowie Sänger auf jeweils einer Seite der mittleren Bankreihe würdevoll in den Altarraum einziehen und ihre Plätze einnehmen.

Klangvoll und majestätisch eröffnet die Musikkapelle mit "Caro mio ben" das traditionelle Adventskonzert der beiden Vereine. Und dieses Jahr kann man ein kleines Jubiläum feiern. Wie Musikvereinschef Othmar Schneider bei seiner Begrüßung erläutert, tritt man nun schon zum 20. Mal in dieser Form miteinander auf. Da passt es ganz gut, dass der neue Chorleiter Johannes Bals Premiere feiert und man wieder einmal mit kleinen Besonderheiten aufwartet. Es wirkt schon wie ein Zeichen der Harmonie, wie sich passenderweise auch der Gesangverein nennt, dass Chorleiter Bals zwei weitere Trompetensoli von der Empore aus bläst.

Zudem singt Musikvereinsvorstand Schneider beim Chor mit. "Wenn Chormusik und Blasmusik aufeinandertreffen, dann ist das ein großes Zeichen der Menschlichkeit", verlieh Michael A. C. Ashcroft, Präsident des Chorverbandes Zollernalb, seinen Emotionen Ausdruck und sprach den Zuhörern damit aus der Seele. Ja, er bezeichnet das gesamte Adventskonzert sogar wörtlich als "Sauna für die Seele"“.

Und tatsächlich ist dieses Konzert sehr beeindruckend. Das Orchester spielt auf hohem Niveau wundervolle Melodien und wartet sogar mit Solisten auf, obwohl es naturgemäß mit kleiner Besetzung auskommen muss. Das ist schon eine beachtliche Leistung, welche die Musiker unter der Leitung von Joachim Gugel zeigen. Dafür muss man sich nicht verstecken, sondern kann selbstbewusst auftreten. Und so kommen die Zuhörer in den Genuss von Kompositionen wie "Amazing Grace", dem "Gefangenenchor" aus der Oper "Nabucco", der Polka "Weihnachtsfreude" oder "White Christmas".

Laura Schneider moderiert durchgängig das Programm, zu dem auch Teile des Gesangvereins Harmonie zählen. Und auch der Chor singt Weisen, die zu Herzen gehen. Ob es nun das alpenländische "Sing´ ma im Advent" oder das bekannte Lied "Es ist ein Ros entsprungen" oder das "Anklöpfllied" aus Tirol ist.

Überaus ergreifend mutet der Zuspruch an, den der Chor den Besuchern gesanglich mit auf den Weg gibt: "Seid behütet auf euren Wegen." Und auch der Chor könnte zwar noch mehr Sängerinnen und Sänger gebrauchen, aber er liefert ebenfalls eine tolle Leistung ab. Die beiden Gastsänger Isabella Kemmler und Martin Buck unterstützen bei diesem Konzert, weshalb Gesangvereinsvorsitzende und Ortsvorsteherin Silvia Entress ihren Dank ausspricht.

Wundervoll klingt das "Stille Nacht", das der Chor singt und bei dem die Kapelle einzelne Strophen übernimmt. Ashcroft beglückwünschte Bals zum Gauselfinger Chor und meint umgekehrt: "Die Gauselfinger werden deine Qualitäten schon zu schätzen wissen." Und dann berührt er selbst die Herzen mit einer Erkenntnis: "Weihnachten ist das Fest der Familie. Und Familie ist der Ort, wo das Leben beginnt und die Liebe niemals endet."

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