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Burladingen Bessere Zinsen und Mitspracherecht

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Die Stadt Burladingen will Anteile an Netze BW kaufen. Foto: Hogruesen Foto: Schwarzwälder Bote

Die Stadt Burladingen will sich mit einem Höchstbetrag von bis zu 1,9 Millionen Euro bei der Netze BW einkaufen und für ihre Anteile in den kommenden fünf Jahren 3,6 Prozent Zinsen kassieren. Das Kapital für den Eintritt in die Beteiligungsgesellschaft muss aber als Kredit aufgenommen werden.

Burladingen. Trotzdem erschien es den Gemeinderäten in der jüngsten Sitzung als "guter Deal", denn, so versicherte der Erste Beigeordnete Berthold Wiesner, für den Kredit müsse man derzeit nur mit etwa einem halben Prozent Zinsen rechnen. Da die Beteiligungsgesellschaft aber mit einer Verzinsung von 3,6 Prozent vor Kapitalertragssteuer winkt, blieben immer noch über drei Prozent Gewinn übrig.

Netze BW versucht, weitere Gemeinden für Idee zu gewinnen

Vorbehaltlich der Genehmigung des Landratsamtes, das diese Kreditaufnahmen genehmigen muss, soll die Beteiligung zum 1. Juli 2020 rechtskräftig werden. Die Netze BW GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der EnBW und diese Tochter versucht in den kommenden Wochen und Monaten weitere Kommunen für die Idee einer Beteiligungsgesellschaft an der Netze BW zu gewinnen. In dieser Gesellschaft sollen sich die Kommunen zusammen schließen, können sich für mindestens fünf Jahre mit zwischen 200 000 und 1,9 Millionen Euro beteiligen und erhalten dafür mehr Einflussnahme und Mitsprache.

Strombedarf und die Einspeisung werden wohl bald ansteigen

So jedenfalls schilderten es der Netze BW-Kommunalberater Nicolaus Schäfer und Jens Schwarz vom Konzessionsmanagement des Unternehmens den Gemeinderäten. In Zeiten von Negativ-Zinsen im Bankwesen stelle diese Anlageform eine attraktive Alternative da. Die Beteiligung könne, sollte die Stadt das Kapital an anderer Stelle brauchen, jeweils nach fünf Jahren aufgegeben werden.

Schwarz hatte zuvor die Netze BW vorgestellt die an 80 Standorten mit 4000 Mitarbeitern im Südwesten vertreten ist. Aufgrund der Energiewende soll der CO2-Ausstoß deutlich verringert werden, die Zahl von Elektroautos und Wärmepumpen würde steigen, ebenso die Einspeisung aus erneuerbaren Quellen prophezeite Schwarz, wohl auch mit Blick auf die in Burladingen geplanten Windräter.

Das Netz müsse deshalb ausgebaut, die Versorgung gesichert werden. Andreas Scheu (AfD) bemerkte, dass die Bundesrepublik in den vergangenen Jahren rund 145 Mal Strom aus dem Ausland habe zu kaufen müssen. "Klar, die Trassen von Norden nach Süden müssen ausgebaut werden", bestätigte Schwarz. Auch deshalb will sein Unternehmen in Burladingen kräftig investieren. Allein 11 Millionen Euro soll ein neues Umspannwerk kosten, das ab dem Frühsommer 2020 am östlichen Ortsausgang von Burladingen an der B 32 entstehen soll. Dort lässt sich unmittelbar der Anschluss an die Hochspannungsleitung herstellen, die von Trochtelfingen nach Tailfingen Staufenbiel führt.

Nur Kommunen können sich beteiligten, nicht Privatpersonen

Der Grüne Manfred Knobloch bemerkte zwar, dass die Einflussnahme der Kommunen bei zwei Vorstandsmitgliedern insgesamt doch wohl recht gering sei. Trotzdem den Gemeinderäten erschien das Modell attraktiv, sie stimmten dem Vorschlag der Verwaltung, in die Beteiligungsgesellschaft einzusteigen, einstimmig zu.

Der AfD-Fraktionsvorsitzende Joachim Steyer hatte gar eine Frage in eigener Sache: "Können sich nur Kommunen oder auch Privatleute an der Gesellschaft beteiligen?" Die Antwort: Nur Kommunen.

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