Wahlkampf an der Donauquelle (von links): die Bundestagsabgeordnete und Spitzenkandidatin der Grünen, Franziska Brantner, der örtliche Bundestagskandidat Thomas Bleile, die Landtagsabgeordnete Martina Braun sowie aus Furtwangen Felix Duffner, die örtliche Grünen-Ortsvorsitzende Kordula Kugele und Richard Kugele. Foto: Heimpel

Bundestagswahl: Europapolitikerin der Grünen besucht Quelle

Im Rahmen des Bundestagswahlkampfes war von Bündnis 90/Die Grünen die Spitzenkandidatin der Landesliste Baden-Württemberg, Franziska Brantner, zu Gast in Furtwangen.

Im Rahmen des Bundestagswahlkampfes war von Bündnis 90/Die Grünen die Spitzenkandidatin der Landesliste Baden-Württemberg, Franziska Brantner, zu Gast in Furtwangen.

Furtwangen (sh).

Als Europapolitikerin, gerade auch mit Blick auf alle Geschehnisse gen Osten, wählte sie die Donau als Aufhänger für ihre Tour. Im Wahlkreis machte sie Station an der Donauquelle bei der Martinskapelle in Furtwangen und in Donaueschingen beim Zusammenfluss von Brigach und Breg. Als örtliche Gesprächspartner dabei waren die Landtagsabgeordnete Martina Braun und der Bundestagskandidat für den Wahlkreis, Thomas Bleile. Ganz konkret standen auch lokale Themen rund um Donauquelle und Furtwangen auf der Tagesordnung. So waren Felix Duffner zum Thema alternative Energien dazu gestoßen und Richard Kugele, der mit seiner Radtour von der Furtwanger Donauquelle bis zur Mündung ins Schwarze Meer genau dieser Verbindungslinie Richtung Osten erkundet hatte. Nach der Begrüßung durch die Ortsvorsitzende der Grünen, Kordula Kugele, erläuterte Franziska Brantner, dass sie aus Lörrach stammt, inzwischen aber in Heidelberg lebt und dort auch kandidiert. Seit 2013 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestages und Parlamentarische Geschäftsführerin und Sprecherin für Europapolitik der Bundestagsfraktion.

Der örtliche Bundestagskandidat Bleile ist seit vielen Jahren für die Gewerkschaft tätig und inzwischen in Villingen-Schwenningen Erster Bevollmächtigter der IG Metall und Geschäftsführer. Franziska Brantner erläuterte an der Donauquelle, dass die Länder entlang der Donau bis zur Mündung im schwarzen Meer für Deutschland und die EU von großer Bedeutung sind, sowohl die Mitglieder der EU wie auch die anderen Länder.

Ein wesentliches Thema bei dieser Gesprächsrunde in Furtwangen waren die erneuerbaren Energien, Duffner wies auf die örtlichen Projekte hin, aber auch auf ein gemeinsam geplantes Solar-Projekt in der Furtwanger Partnerschaft Wylkowe an der Donaumündung in der Ukraine. Für die Projekte bei den erneuerbaren Energien gebe es von verschiedenen Seiten finanzielle Unterstützung, doch die Beantragung sei mühsam. Besonders wertvoll sei dieses Solar-Projekt in Wylkowe auch, weil man auf diesem Weg ganz anderen Zugang zu den Menschen in der Ukraine finden kann.

Wichtig für Duffner war bei dem Gespräch die geplanten Änderungen beim EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz). Denn gerade für kleinere Produzenten wie den Furtwanger Energiewende-Verein sei eine verlässliche Einnahme für langfristige Planung von großer Bedeutung. Das soll bei einer Neuordnung des Gesetzes, so Franziska Brantner, auch gesichert werden.

Richard Kugele schilderte eindrücklich seine Erfahrungen auf seiner Radtour vor zwei Jahren bis an die Donaumündung. Dabei hatte er den Eindruck, dass die früher blühende Wirtschaft entlang der unteren Donau weitgehend zum Erliegen gekommen ist, unter anderem wegen der inzwischen fehlenden Schifffahrt. Gleichzeitig sei er beeindruckt gewesen, wie aus dem kleinen Rinnsal am Kolmenhof ein riesiger Strom entsteht, der beispielsweise riesige Mengen an umweltfreundlicher Energie erzeugt.

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