Die Aktionen von Burgdorfs Nationalspieler Renars Uscins (am Ball) gilt es für Filip Vistorop (links), Daniel Ingason und ihre HBW-Kollegen in den Griff zu bekommen. Foto: Eibner Pressefoto/Oliver Schmidt

Das Schlusslicht der Handball-Bundesliga ist in den kommenden Tagen gleich zweimal hart gefordert. Ehe es am Sonntag zu Tabellenführer Füchsen Berlin geht, wartet am Donnerstagabend die TSV Hannover-Burgdorf.

Gleich zwei immens schwere Auswärtsspiele hat Handball-Bundesligist HBW Balingen-Weilstetten vor der Brust. Am Donnerstag will das Team von Trainer Jens Bürkle bei der TSV Hannover-Burgdorf (19 Uhr, ZAG Arena Hannover) bestehen, am Sonntag geht’s für das Schlusslicht beim Ligaprimus Füchse Berlin (Anpfiff: 16.30 Uhr) weiter. Dass für den HBW bei seinem Trip Punkte herausspringen – zum rettenden Ufer fehlen derzeit drei –, ist kaum denkbar.

 

Bürkle rechnet sich in Hannover etwas aus

Zunächst steht die Aufgabe beim Tabellensechsten in Hannover an, dem der HBW in der Vorrunde in der Balinger Sparkasse-Arena nach einer ansprechenden Leistung mit 25:29 unterlegen war. Die herausragenden Figuren bei der TSV sind mit Regisseur Marian Michalczik und Renars Uscins zwei Spieler, die zuletzt in der deutschen Nationalmannschaft beim Olympia-Qualifikationsturnier in ihrer Heimat glänzten.

Uscins und Michalczik ragen bei TSV heraus

Dabei stach besonders Uscins im rechten Rückraum heraus. Der Linkshänder wurde nach den Partien gegen Tunesien, Kroatien und Österreich jeweils zum „Man of the Match“ gewählt. Verzichten müssen die Hannoveraner am Donnerstag auf Nationalkreisläufer Justus Fischer (Daumenbruch), Rückraumspieler Martin Hanne, der beim Quali-Turnier wegen Rückenproblemen passen musste, wird gegen den HBW wohl mit von der Partie sein.

Sind für den HBW Punkte drin?

„Wir wissen, welche Qualitäten Hannover hat, das ist eine gute Mannschaft, aber wir haben auch unsere Stärken. Deshalb ist unser Ziel wie vor jedem Spiel: Zwei Punkte. Unsere letzten Spiele gegen die Rhein-Neckar Löwen, gegen den THW Kiel und auch gegen die MT Melsungen waren alle eng. Außerdem haben wir in der Vergangenheit gegen Hannover viele Punkte geholt. Deshalb werden wir wieder drum kämpfen. Die Unterschiede zwischen Tabellenplatz sechs und 18 sind eh nur marginal“, sagt Bürkle vor dem Duell mit seinem Ex-Club.

Länderspielpause gut genutzt

Der HBW hat die Länderspielpause gut genutzt. Zwar waren Spielmacher Filip Vistorop und Kreisläufer Nikola Grahovac mit der kroatischen Auswahl bei der Olympia-Quali in Hannover im Einsatz und Keeper Mohamed El-Tayar mit dem Nationalteam Ägyptens unterwegs. Doch die übrigen Spieler haben, so Coach Bürkle: „sehr fleißig trainiert. Wir haben läuferisch einiges Gemacht und alles sehr individuell gehalten. Seit Montag bereiten wir uns auf das Spiel in Hannover vor.“ Am Mittwoch legten die „Gallier“ auf dem Weg nach Niedersachsen noch einen Trainingsaufenthalt in Rimpar ein.

Prantner und Volz fehlen

Nicht mit auf den Trip ins verlängerte Wochenende machten sich die beiden Langzeitverletzten Leo Prantner (Kreuzbandriss) und Patrick Volz (Probleme mit der Patellasehne). Und nach dem Spiel in Hannover führt den HBW der Weg am Freitag nach Berlin – und das soll ja immer eine Reise wert sein.