Sie freuen sich auf den Tag der offenen Tür (von links): Michael Rieger, Anna Benner, Sabine Günter sowie Tabea Epting. Im Hintergrund ist ein Stück des alten, belassenen Mauerwerks zu erkennen. Foto: Richard Schuster

Nach sieben Jahren steht die Sanierung des Roten Löwen vor dem Abschluss. Am Sonntag, 21. April, findet ein Tag der offenen Tür statt. In dem Gebäude wird auch die Wirkstatt untergebracht, die ihr 25-jähriges Bestehen feiert.

Wenn Bürgermeister Michael Rieger über den Roten Löwen spricht, wird dem Zuhörer schnell klar, dass hier ordentlich Herzblut mit im Spiel ist und – ganz aktuell – fast schon Euphorie.

 

Der Grund dafür: Nach nunmehr sieben Jahren steht die Sanierung des Roten Löwen vor einem erfolgreichen Abschluss. Und das werde am Sonntag, 21. April, mit einem Tag der offenen Tür gebührend gefeiert, so der Bürgermeister, der gemeinsam mit Tabea Epting vom Stadtmarketing und Anna Benner, Amtsleiterin für Ordnung, Bildung und Soziales, zum Pressegespräch eingeladen hatte.

Darüber hinaus habe die Bevölkerung die Gelegenheit, das umfangreich sanierte Gebäude zu entdecken.

Viele Informationen zu allen Angeboten

Es gebe Informationen zu allen Angeboten im neuen Begegnungs- und Beratungszentrum.

Beim Gespräch im Rathaus mit dabei war auch Sabine Günter vom Handels- und Gewerbeverein, der am Tag der offenen Tür einen verkaufsoffenen Sonntag veranstalte.

Fast fertig: Nur wenige kleinere Handgriffe und das abschließende Putzen sind noch nötig – und der große Saal erstrahlt in neuem, „altem“ Glanz. Foto: Richard Schuster

Rieger informierte darüber, dass es um 12 Uhr einen Empfang in Saal des Roten Löwen gebe. Da er sich derzeit für seine Wiederwahl als Bürgermeister bewerbe, werde nicht er, sondern sein Stellvertreter Hansjörg Staiger die Eröffnungsrede halten. Politische Fairness gebiete dies. Um 14.30 Uhr gebe es einen Vortrag des Architekten, an die sich, so Anna Benner, die Konzeptvorstellung des Bürgerzentrums anschließe.

Beratungsstellen sind an diesem Tag vor Ort

Alle Beratungs- und Betreuungsstellen seien an diesem Tag vor Ort und stellten sich vor. Dazu gehöre auch die Wirkstatt, die ihr 25-jähriges Bestehen feiere. Mit dabei seien auch Kinder- und Jugendbüro, Agentur für Arbeit, diverse Beratungsgruppen des Landratsamts sowie weitere soziale Einrichtungen. Die Stadtmusik werde auftreten.

Michael Rieger erinnerte an die Anfänge der Sanierung des teilweise maroden Objekts. Es sei 2016 gewesen, als sich herausgestellt habe, dass das Dach des Roten Löwen fast schon einsturzgefährdet gewesen sei. Mit Unterstützung des Landesförderprogramms Soziale Integration im Quartier (SIQ) sei es gelungen, ein finanzierbares Sanierungskonzept für den Roten Löwen als „Generationentreffpunkt“ zu erstellen. Die SIQ-Förderung habe zum Ziel, Einrichtungen der sozialen Infrastruktur so zu qualifizieren, dass sie als Orte der Integration und des sozialen Zusammenhalts zu einer positiven Belebung der Stadt- und Ortskerne beitragen.

Alles unter einem Dach zusammengefasst

Alles sei unter einem Dach. „Wir wollen mit diesem Projekt die Stadt für die Bürger attraktiver machen“, erklärte Rieger. Die Fördermittel hätten 55 Prozent der Gesamtinvestitionen von rund 6,9 Millionen Euro betragen. „Wir mussten wiederholt beim Land um zeitlichen Aufschub, etwa wegen Corona oder wegen Lieferschwierigkeiten bei diversen Materialien – etwa Stahl – in Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg, nachsuchen.“ Er dankte den entsprechenden Stellen für ihre Kooperation.

Bürgermeister Rieger zeigt sich sichtlich stolz

Sichtlich stolz präsentierte der Bürgermeister das schmucke Haus. Fast alles – bis auf die Außenanlage – sei fertig, erklärte er. Der offizielle Start des Bürgerzentrums sei für den 2. Mai vorgesehen, so Tabea Epting. Man habe derzeit dort 40 ehrenamtliche Mitarbeiter, 18 davon allein im Begegnungscafé. Michael Rieger ergänzte, dass die Stadt bereits vor Eröffnung zahlreiche Anfragen zur Nutzung, Vermietung für private Feiern, aber auch zur Möglichkeit, im Roten Löwen mitzuarbeiten, erhalten habe.