Jahrzehntelang hat er sich in Stiftungen und Vereinen für die schwächsten und bedürftigsten Burladinger eingesetzt. Jetzt bekam der Ringinger Friedemann Mutschler von Bürgermeister Davide Licht dafür die Ehrenmedaille der Stadt in Gold.
Die Auszeichnung von ehrenamtlich engagierten Burladingern stand also auch beim zweiten Bürgertreff, den Davide Licht wieder ins Leben gerufen hat, im Mittelpunkt. Diesmal gab es eine Auszeichnung für einen Mann, der sich in der Zeit seines Wirkens das Wohlergehen der Senioren in Burladingen und das der sozial Schwächsten auf die Fahnen geschrieben hat.
Friedemann Mutschler, mittlerweile 77 Jahre alt, war einst Leiter der Sparkasse Zollernalb, und er war es, der den Bau des ersten Burladinger Seniorenheims mit St. Georg mit initiierte. Er gründete dazu den Förderverein Seniorenzentrum, der sich unlängst in den Verein Bürger helfen Bürger umbenannte und nun federführend den Bürgerbus mit betreibt.
Mit Verein Millionen gesammelt
Der Förderverein, so Mutschler, habe damals über 1,4 Millionen Mark für die Senioren und den Bau des ersten Pflegeheims gesammelt und sich auch nach dem Bau weiter für die finanziellen Belange der Senioren eingebracht.
An der Spitze der Antonie-und-Apollonia-Scheu-Stiftung engagierte sich Mutschler für die Ärmsten und Schwächsten der Stadt Burladingen. „Sie glauben nicht, wie viele Menschen es in der Stadt gibt, die kaum das Nötigste zum Überleben haben“, erinnerte er in seiner Rede nach der Auszeichnung und rief seine Mitbürger auf, sich ebenfalls zu engagieren. Etwa, indem sie die Stiftung mit Spenden unterstützen oder sich bei der Kommunalwahl als Kandidaten aufstellen lassen.
Seiner Frau Renate dankte Mutschler für die tatkräftige Unterstützung. Licht nannte sie den „Fels in der Brandung“, auf den sich Mutschler, auf den viele sich verließen, immer selber verlassen und stützen konnte.
Zur goldenen Ehrenmedaille, Urkunde und Anstecknadel und den Standing Ovations seiner Mitbürger bekommt der verdiente Ringinger außerdem einen Baum, der im Frühling in der Allee im Tiefental gepflanzt werden soll. Es ist der Baum des Jahres 2024, die Mehlbeere. Beatrix Traub-Müller, Rektorin der Stettener Grundschule, gewann ihre Maulbeere bei der Verlosung beim Bürgertreff. Nun darf sie sie mit Friedemann Mutschler zusammen einpflanzen.
Beim Jahresrück- und Ausblick ging Bürgermeister Davide Licht auf die Großprojekte der Stadt Burladingen ein, nannte die Millionen-Investitionen in die Kläranlage, den Breitbandausbau, die Neugestaltung des Dorfplatzes in Stetten oder den Neubau der Gauselfinger Sport- und Festhalle. Die Ringinger Sternsinger kamen und spendeten der Festhalle und den Bürgern ihren Segen. Die Stadtkapelle Burladingen unter der Leitung von Christoph Kolb umrahmte die Veranstaltung mit Märschen, der Nationalhymne und dem Hohenzollernlied.