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Bürgermeisterwahl Rangendingen Zweite Bewerbung kurz vor knapp

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Welcher der beiden Kandidaten wird am 13. Dezember die Stiegen hinauf zum Rangendinger Rathaus als Sieger erklimmen?   Foto: Beiter

Knappe zwei Stunden vor Ende der Bewerbungsfrist hat neben Manfred Haug am späten Dienstagnachmittag ein zweiter Kandidat seinen Hut um den Posten des Rangendinger Bürgermeisters in den Ring geworfen. Lesen Sie mehr dazu in unserem (SB+)-Artikel.

Rangendingen - Die Sitzung verlief kurz und schmerzlos. Noch-Amtsinhaber Johann Widmaier verkündete als Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses, dass um 16.15 Uhr die Bewerbung von Peter Baron aus Höfendorf auf dem Rathaus abgegeben wurde. Baron ist damit hinter Gemeindekämmerer Manfred Haug der zweite Kandidat um den Posten des Bürgermeisters im Rangendinger Rathaus.

Bewerbungen sind vollständig

Der Eingang der Wahlunterlagen, so Widmaier, sei auch verantwortlich für die Reihenfolge der Bewerber auf dem Stimmzettel. Die Bewerbung sei vollständig und auch die Wählbarkeitsbescheinigung liege vor. Damit konnten vom Gemeindewahlausschuss beide Bewerber für die Wahl am 13. Dezember zugelassen werden.

Die Sprecher der beiden Gemeinderatslisten und Mitglieder des Gemeindewahlausschusses, Erik Wendt von den Rangendinger Bürgern und Magdalena Dieringer, wurden überrascht von der späten Abgabe der Bewerbung. Gleichzeitig waren sie sich einig, dass die Rangendinger Bürgerinnen und Bürger mit nun zwei Bewerbern jetzt eine "echte Wahl" hätten. Zumal es sich bei beiden Bewerbern um geeignete Anwärter und keine Spaßkandidaten handle.

Beide Bürgermeisterstellvertreter hoffen, dass sich diese Kandidaten-Auswahl nun auch positiv auf die Wahlbeteiligung auswirkt. Letztlich stelle diese Komponente immer auch eine Bestätigung und ein Zeichen der Unterstützung aus der Bevölkerung für den neuen Amtsinhaber dar – egal, welcher der beiden Bewerber im Februar im Bürgermeister-Zimmer Platz nehme.

Klassischer Wahlkampf unwahrscheinlich

Einen klassischen Wahlkampf um den Bürgermeister-Posten wird es allerdings voraussichtlich nicht geben. Die Chancen für eine große öffentliche Kandidaten-Vorstellung in der Festhalle hält Bürgermeister Johann Widmaier derzeit wegen der immer noch hohen Zahl an Corona-Infizierten in Rangendingen für wenig wahrscheinlich. Doch letztendlich habe in dieser Frage der Gemeinderat das letzte Wort und lege das Prozedere fest. Wie die einzelnen Kandidaten sich in den kommenden vier Wochen den Einwohnern präsentierten, sei selbstverständlich ihnen überlassen, so Widmaier.

Der Kandidat  Manfred Haug

Manfred Haug ist 44 Jahre alt, hat zwei Töchter und lebt in fester Partnerschaft mit seiner Familie in Rangendingen. Das Abitur legte er 1995 am Gymnasium Hechingen ab. Sein Studium zum Dipl. Verwaltungswirt (FH) absolvierte er an der FH Ludwigsburg. Das fachpraktische Einführungsjahr absolvierte er im Rangendinger Rathaus, das Praxisjahr bei der Stadt Balingen und im Landratsamt Zollernalbkreis. Außerdem schloss sich ein Auslandspraktikum in Napier (Neuseeland) an. Seine erste Anstellung war von 2000 bis 2008 bei der Stadt Aichtal als stellvertretender Kämmerer. Anschließend war er sieben Jahre bei der Gemeinde Wolfschlugen im Kreis Esslingen als Kämmerer beschäftigt, ehe er 2015 als Hauptamtsleiter ins Rangendinger Rathaus zurückkehrte. Seit 2018 ist er Chef der Kämmerei und war maßgeblich an der Einführung der "Doppik" als neues Rechnungswesen in Rangendingen verantwortlich. Als langjähriger aktiver Fußball-Recke übernahm er 2013 einen der drei Vorsitzendenposten beim Sportverein Rangendingen. Davor war er bereits mehrere Jahre Kassierer und Abteilungsleiter Fußball. Seit 2017 ist Haug Kassier beim DRK-Ortsverein Rangendingen. Von 2004 bis 2011 gehörte der parteilose Kandidat den Freien Wählern im Rangendinger Gemeinderat an.

Der Kandidat Peter Baron

Peter Baron ist 51 Jahre alt. Er wohnt mit seiner Partnerin und der gemeinsamen Tochter in Höfendorf. Geboren wurde der Bürgermeisterkandidat in Stade, Niedersachsen. 1993 absolvierte er in Bayern seine Ausbildung zum "Staatlich geprüften Textiltechniker". Zwei Jahre später zog es ihn ins Schwabenland in die Nähe von Heilbronn. Baron arbeitet dort in seinem Beruf als Textiltechniker in einem mittelständischen Unternehmen. Als Abteilungsleiter ist er für bis zu 160 Mitarbeiter verantwortlich, wie er am Dienstag auf Anfrage des Schwarzwälder Bote mitteilte. Im Jahr 2015 zog er mit seiner Partnerin nach Höfendorf. Peter Baron ist ebenfalls parteilos und möchte dies als Bürgermeister auch bleiben. Kommunalpolitisch sei er ein "unbeschriebenes Blatt", wie er selbst sagt. In Rangendingen sieht er bereits seit seinem Herzug viel Potential. "Da kann man etwas daraus machen", ist er überzeugt. Die Bürgermeisterwahl sieht er als Chance für einen Umbruch. Den Bürgermeisterposten vergleicht Peter Baron mit einem "kommunalen Manager", weswegen er sich als leitender Angestellter in der Lage sieht, das Amt kompetent auszufüllen. "Die Aufgaben als Bürgermeister sind nicht anders als meine derzeitige Tätigkeit", so Baron. "Ich halte die Fäden in der Hand und gestalte."

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