Anna Kiefl war viele Jahre bei der LTG Brigachtal aktiv, zuletzt auch als Trainerin. Derzeit leistet sie einen Freiwilligendienst im Bereich Sport in Uganda, um ihre Begeisterung für Sport an die dortigen Kinder weiterzugeben. Jetzt meldete sie sich aus Uganda.
„Seit ich hier in Uganda bin, sehe ich statt bunten Laubblättern grüne Palmen, Jackfruitbäume und vieles mehr“, berichtet Anna Kiefl von ihren ersten Eindrücken.
„Jetzt hat die Regenzeit begonnen, die von November bis Februar dauert, weshalb viele Straßen holprig und matschig sind.“ Das erschwere ihren täglichen Arbeitsweg zwar etwas, halte sie jedoch nicht davon ab, motiviert zu ihren Einsatzstellen zu fahren, beichtet sie weiter.
Ihre erste Einsatzstelle sei die „Kazinga Primary school“, wo sie zusammen mit ihrer „Mitfreiwilligen“ Sportunterricht gebe. „Unser Hauptziel dabei ist, dass die Schüler Spaß an Bewegung vermittelt bekommen und einen Ausgleich zum anderen Unterricht haben“, so Anna Kiefl.
Klassen mit bis zu 120 Schülern sind in Uganda keine Seltenheit
An ihrer Schule seien die Klassen mit 40 bis 80 Schülern eher klein – Klassen mit bis zu 120 Schülern seien in Uganda keine Seltenheit. Dass es hier manchmal chaotisch zugehe sei daher keine Überraschung, aber mit viel Spaß und Begeisterung seien trotzdem alle dabei. Mit Spielen oder Tanzen können sich alle mit Spaß an Bewegung auspowern. Da es an jeglichen Sportmaterialien fehle – es gebe nur eine große Wiese – würden sich alle freuen, wenn die Freiwilligen Utensilien wie Bälle zur Verfügung stellen könnten.
Grundlagen in Mathe und Englisch
Ihre zweite Einsatzstelle ist die Mukono Multi-purpose Youth Organisation, bei der Anna Kiefl im Kinder- und Jugendbereich mitarbeiten darf. Zweimal wöchentlich treffen sich die Freiwilligen mit Kindern zwischen drei und 13 Jahren. Es seien Kinder, die aus finanziellen Gründen nicht zur Schule gehen können: „Spielerisch versuchen wir den älteren Kindern Grundlagen in Mathe und Englisch beizubringen, der Schwerpunkt liegt jedoch auf der Entwicklung sozialer Kompetenzen“, so Anna Kiefl. „Die Einrichtung soll ein sicherer Ort für die aus schwierigen familiären Verhältnissen kommenden Kinder sein, wo sie mit den anderen Kindern zusammen einfach Kind sein können und ihre Probleme für eine Zeit vergessen können“, unterstreicht sie.
Sprachbarrieren sind manchmal eine Herausforderung
„Für uns Freiwillige sind die Sprachbarrieren – die Kinder sprechen teils nur die lokale Sprache Luganda – und die individuellen Anforderungen der einzelnen Kinder manchmal eine Herausforderung, die es mit Kreativität zu bewältigen gilt“, so Anna Kiefl.
Die dritte Einsatzstelle von Anna Kiefl ist die Msingi Soccer Academy, bei der 19 fußballtalentierte Jungs zwischen acht und 18 Jahren durch Fußball Zugang zu Bildung erhalten. Die Jungs leben alle zusammen, trainieren und gehen zur Schule, berichtet sie. Von den Freiwilligen werden die Trainer unterstützt: „Wir kümmern uns um Newsletter und soziale Medien und sind Mentorinnen für die Jungs“, erläutert sie.
Auch bei dieser Einsatzstelle fehle es an finanziellen Mitteln, da die Schulgebühren und die Verpflegung für die Jungs von der Academy gezahlt werden und auch Fußballmaterialien nur in geringer Anzahl vorhanden seien.
Dankbar für die vielen neuen Eindrücke
Das Fazit von Anna Kiefl: „Nach gut zwei Monaten hier in Uganda finde ich mich immer besser zurecht und gewöhne mich an meinen neuen Alltag und bin sehr dankbar für die vielen neuen Eindrücke und Erfahrungen, die ich hier sammeln kann“. Besonders genieße sie die offene und herzliche Art der Menschen , die sie kennenlernen durfte , aber auch die vielen interessanten Gespräche.
Ein wichtiger Bestandteil von ihrem Alltag sei die Fortbewegung, die entweder in sehr vollen Kleinbussen oder mit Motorrad-Taxis stattfinde, für sie jedes Mal ein echtes Highlight. „Uganda ist super vielseitig.“ Von den prachtvollen Shoppingmalls bis hin zum Stromausfall nach Regen auf dem Dorf gebe es viele schöne und auch nicht so schöne Dinge: „Durch meine Arbeit und auch meine Freizeit tauche ich immer tiefer in die Art von Uganda ein“, zeigt sie sich begeistert.
Sportmaterialien für die Kinder
Spenden
Anna Kiefl ist über „weltwärts“ und den ASC Göttingen in Uganda, wo sie zwölf Monate Sportunterricht gibt. Das „weltwärts“-Programm wird zu 75 Prozent durch öffentliche Mittel finanziert. Über Spenden werden zum Beispiel Sportmaterialien für die Kinder beschafft. Spenden unter dem Verwendungszweck „www-Spende Einwerberin Kiefl, Anna“ können an den ASC Göttingen unter IBAN DE10 2605 0001 0000 1110 62, BIC NOLADE21GOE überwiesen werden. Für eine Spendenbescheinigung sollte zusätzlich die Spenderadresse in den Verwendungszweck eingetragen werden.