Die Senioren Brigachtals sind im Verein "Füreinander" prima organisiert. Kritisiert wird, dass eine Fahrt mit Zug oder Bus ins Oberzentrum im Verbund recht teuer ist. Die Stimme des Ehrenbürgers hat Gewicht und dringt nicht selten bis ins Landratsamt vor. Foto: Hahnel Foto: Schwarzwälder Bote

Versammlung: Seniorenverein "Füreinander" tagt / 30-köpfiger Helferkreis mit 285 Einsätzen

In Brigachtal wächst das Unbehagen wegen der teils stattlichen Tarife im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).

Brigachtal. Die Senioren haben eine Unterschriftenaktion gestartet, bis dato sind 100 Personen eingetragen. "1000 Stimmen wären mir natürlich lieber, die Aktion läuft natürlich noch", so Max Hirt als Vorsitzender des Seniorenvereins "Füreinander". Während der Hauptversammlung im Landhaus waren die älteren Semester gut gelaunt und solidarisch beieinander, der Verein hat 234 Mitglieder und macht ein weiteres Mal von sich reden.

Hirt und seine Vorstandsmannschaft behalten in Sachen ÖPNV den neuen doppelstädtischen Kulturverein "Not my Limba" im Auge. Auch in Villingen-Schwenningen ist man nicht länger bereit bis zu 70 Cent pro Schienenkilometer zu berappen. "›Not my Limba‹ und Uwe Spille haben unsere Unterstützung!", ließ Hirt jetzt wissen. Manchem jedoch ist unter anderem der Brigachtaler Kommunale zu forsch unterwegs. "Unser Bürgermeister Michael Schmitt wollte mich wegen der ÖPNV-Angelegenheit schon bremsen", bekannte Hirt während der Versammlung. Beide haben übrigens das gleiche Parteibuch inne. Eine hohe Mitgliederzahl trotz des erst siebenjährigen Bestehens, ein 30-köpfiger Helferkreis, 285 Einsätze und 360 geleistete Stunden im vergangenen Jahr – bei "Füreinander" geht es keineswegs nur um Kaffeekränzchen und Ausflüge.

Die Vereinigung organisiert Fahrdienste und sucht dafür immer wieder Freiwillige, klärt über Rechtsfragen auf und bietet Betreuungsleistungen an. Auch die Direktabrechnung mit der Pflegekasse wurde bei der Hauptversammlung angesprochen. Hirt: "Jedes Mitglied kann unsere Vereinsleistungen abrechnen lassen. Viele wissen gar nicht, dass es zusätzliches Geld geben kann. Der eine oder andere geniert sich vielleicht auch und wird deshalb nicht aktiv."

Als Bürgermeister-Stellvertreter dankte der zur Versammlung gekommene Theobald Effinger den Senioren für ihr Engagement bei den zurückliegenden Verkehrszählungen und beim Ferienprogramm. Die älteren Semester seien auf den kommunalen Veranstaltungen immer gern gesehen. "Füreinander" hatte auch seinen Anteil daran, dass eine neue und augenfällige Weihnachtskrippe nach Brigachtal gekommen ist, laut Hirt wurde das im Martinssaal präsentierte Ensemble von 700 Interessenten begutachtet.

Der große Jahresausflug, datiert auf den 27. Juni, führt an den Bodensee, eine Fahrt mit der "Weißen Flotte" darf dabei nicht fehlen. Das Sommerfest von "Füreinander" wird am 18. Juli erneut im Schützenhaus abgehalten, die Senioren freuen sich schlicht über gute Sitzgelegenheiten.

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