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Brigachtal "Ein vergoldete Türklinke"

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Foto: © Arthur Kattowitz – adobe.stock.com Foto: Schwarzwälder Bote

Die Gesamtkosten für den Neubau des Kirchdorfer Kreisverkehrs dürften sich bei etwas mehr als einer Million Euro einpendeln.

Brigachtal. Eventuell kommt es noch zu einer weiteren überschaubaren Überweisung aus der Landeskasse, damit würde die "magische Grenze" knapp unterschritten.

Im Gemeinderat verwies Lothar Bertsche (Bürgerinitiative Brigachtal) auf immer noch zu vernehmende Irritationen in der Bevölkerung, man möge doch bitte eine klare Zahl nennen und nicht mehrere Beträge kursieren lassen. Die Vergabe der Tiefbauarbeiten führte jetzt zu einer abschließenden Kostenermittlung durch das Donaueschinger Planungsbüro Greiner, ein Schluss-Strich wäre unter den Betrag von 1 070 743 Euro zu setzen. Davon können jedoch 65 000 Euro Zuschuss aus dem Förderprogramm für den ländlichen Raum (ELR) sicher in Abzug gebracht werden. "Es könnte sein, dass aus Stuttgart darüber hinaus noch etwas Geld kommt, wir haben aber noch keine Informationen", erläutert Yvonne Roth vom Hauptamt auf Anfrage. Mit dem ELR-Programm ist die Landesverwaltung beim "Kirchdorf-Kreisel" schon mit im Boot, ein eventuell weiterer Zuschuss dürfte überschaubar ausfallen.

Der aus dem Gemeinderat ausscheidende Ferdinand Ritzmann (Pro Brigachtal) gibt sich kopfschüttelnd, mit der Maßnahme verschaffe sich die Gemeinde eine teure Türklinke – "eine vergoldete sogar", spitzt das Ratsmitglied zu. Lothar Bertsche relativiert, ebenso Hauptamtsleiter Martin Weißhaar. "Der Kreisverkehr kommt nicht nur Gewerbe und Handel zugute, er wird zum Plus für alle Brigachtaler. Auch unser Stadtbild verbessert sich durch diese verkehrsführende Maßnahme", ist sich Weißhaar sicher. Bertsche sieht den ursprünglichen Haushaltsansatz nicht überschritten, zu diesem addieren sich die fortgeschriebenen Kosten für Kanalarbeiten und Beleuchtung. "Der Gemeinderat hat ja in letzter Zeit Gegenwind, auch bezüglich anderer Belange, bekommen. Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass wir Bürgervertreter im Rat unsauber arbeiten und fahrlässig beschließen", mahnt Bertsche. Josef Vogt (Pro Brigachtal) wünscht sich zügig fortschreitende Arbeiten und erinnerte an den jüngst in Marbach gebauten Kreisverkehr. Dieser sei auch von der jetzt beauftragten Firma realisiert worden und es habe teils wochenlangen Stillstand gegeben. "Ich weiß von den heutigen Verpflichtungen und Problemen der Baufirmen, dennoch möge man den Zeitplan im Auge behalten", so Vogt. Apropos Zeitplan: Der Kanalbau soll im August beginnen und bis zum Jahresende dauern, die Belagsarbeiten folgen. "Wir rechnen mit einer Fertigstellung des Kreisverkehrs im Frühjahr 2020", blickt Marcus Greiner voraus. "Und damit haben wir zehn Monate eine große Baustelle mitten in Brigachtal", merkt Josef Vogt an.

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