Der Breitbandausbau in Dautmergen ist weit fortgeschritten. Foto: Anspach

Der Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW) plant die Gründung einer OEW-Breitband GmbH. Das Ziel dieser Gesellschaft ist die Beschleunigung des Breitbandausbaus im Land. Der Verbund Komm.Pakt.Net, dem die Gemeinde Dautmergen als Mitglied angehört, will dieser neuen GmbH mit 1,2 Prozent der Anteile beitreten.

Dautmergen - Julia Bisinger von der Breitbandkoordinierungsstelle beim Landratsamt Zollernalbkreis erläuterte die Modalitäten. Der Gemeinderat Dautmergen stimmte dem Beitritt zu.

Bisinger berichtete auch über den Stand der Breitbanderschließung im Zollernalbkreis. In den vergangenen Wochen seien einige Förderbescheide der Landesregierung für die Backbone-Erschließung der Landkreisgemeinden ergangen. In diesen Gemeinden bedürfe es nun der überörtlichen Erschließung mit Glasfaserleitungen, über die die Gemeinde Dautmergen bereits seit rund zehn Jahren verfügt.

Dautmergen selbst, so Bisinger, nehme mit der Stadt Rosenfeld eine Vorreiterstellung im Landkreis Zollernalb ein, da bereits größere Bereiche mit dem innerörtlichen Glasfaserausbaus ausgestattet seien.

Nachdem voraussichtlich im Juni in der Gemeinde der zweite Bauabschnitt umgesetzt werde, erfolge für diese beiden ersten Bauabschnitte im Herbst 2021 das Einblasen des Glasfasers. Mit der Inbetriebnahme des Glasfasernetzes durch die Zollernalb Data als Betreiberin dürfte Anfang 2022 zu rechnen sein.

Um das gesamte Gemeindegebiet mit Glasfaser ausstatten zu können, benötige der Gemeinderat nun noch die Kostenschätzung des Planungsbüros. Nachdem die Förderschwelle von 30 auf 100 Megabit pro Sekunde erhöht worden sei, beteilige sich vorrangig der Bund mit 50 Prozent der Nettokosten.

Es sei damit zu rechnen dass auch das Land wieder eine zusätzliche Förderung beisteuern werde. Erst wenn die Kosten und die Finanzierungssituation klar sei, könne sich der Gemeinderat für einen möglichen Endausbau in der Gemeinde im Jahr 2022 positionieren.

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