Nur noch eine Brandruine ist von dem denkmalgeschützten Schwarzwaldhof übrig. Foto: Karlheinz Hoffmann

Nur noch eine Brandruine zeugt von den Flammen, die am Freitagabend einen Schwarzwaldhof bei Buchenberg zerstört haben. Ein Mitarbeiter des Gewerbeaufsichtsamts war am Montag vor Ort und wies auf eine mögliche Gefahrenquelle hin.

Wie vom Landratsamt zu erfahren ist, habe der Mitarbeiter des Gewerbeaufsichtsamts festgestellt, dass die Dachdeckung des denkmalgeschützten Schwarzwaldhofs „mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit aus asbesthaltigem Material ausgeführt war“.

 

Pressesprecherin Heike Frank fügt hinzu: „Im Rahmen der Sofortmaßnahme hat unser Gewerbeaufsichtsamt veranlasst, dass die Brandstelle mit einem Radius von zirka 50 Metern durch ein Absperrband abgesperrt wird und nicht betreten werden darf.“ Schließlich sei es Aufgabe des Gewerbeaufsichtsamts, mögliche Gefährdungen abzuschätzen und Sofortmaßnahmen „zum Schutz der Umwelt und Dritter herzustellen, beziehungsweise Gefährdungen zu verhindern“.

Schutzausrüstung wichtig

Am Freitagabend waren neben den Feuerwehren aus Königsfeld und St. Georgen mit rund 85 Einsatzkräften noch der Rettungsdienst mit sieben Helfern und die Polizei vor Ort. Bestand für sie eine Gefahr an der Brandstelle weben des vermutlich asbesthaltigen Dachs? Frank dazu: „Hinsichtlich einer Gefahr für die Rettungskräfte während des Brands lässt sich festhalten, dass die Feuerwehrleute bei einem Hausbrand stets mit der Gefahr von Asbest rechnen müssen, insbesondere bei Altbauten. Entsprechend ist die persönliche Schutzausrüstung der Feuerwehrleute ausgestattet.“

Weitere Vorgehensweise

Die weitere Vorgehensweise im Falle von Asbest sei, dass die Entsorgung des Materials als gefährlicher Abfall vorgenommen werden müsse. Über den Sachversicherer sei ein Gutachten in Auftrag geben worden, die Ergebnisse würden abgewartet. Das Brandgutachten mit chemischem Gutachten sei vorgeschrieben, um eine Gefährdung zu bestätigen oder die Vermutung der Gefährdung zu widerlegen.

Der Kran neben der Brandruine zeugt von den Umbauarbeiten, die derzeit an dem Schwarzwaldhof erfolgten. Foto: Karlheinz Hoffmann

Zwei Möglichkeiten

Nach dem Vorliegen des Gutachtens gibt es laut Frank zwei Möglichkeiten: „Entweder die Schutzmaßnahmen werden aufgehoben oder die Sanierung wird entsprechend dem Gutachten durchgeführt.“

Sofortmaßnahmen gelten

Bis das Gutachten vorliege, blieben die Sofortmaßnahmen bestehen.

Brandursache noch unklar

Die Ermittlungen wegen der Brandursache dauern bei der Polizei noch an. Von anderer Seite wurde am Abend des Vollbrands vermutet, dass die Ursache in Verbindung mit den Umbauarbeiten stehen könnten, die derzeit an der Schwarzwaldhof vorgenommen werden.

Wegen der Umbauarbeiten war der historische Hof nicht bewohnt. Auch Tiere waren zu diesem Zeitpunkt dort nicht untergebracht, informiert die Polizei. Die Schadenssumme gibt sie mit 600 000 Euro an.