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Bräunlingen Ort kämpft gegen Wassermangel

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Besonders im Sommer kommen viele Touristen und Camper nach Unterbränd am Kirnbergsee. Das wird für die Wasserversorgung des Ortes schweirig. Die soll jetzt wieder gerichtet werden. Foto: Götz Foto: Schwarzwälder Bote

Jener Bräunlinger Ortsteil, der nahe am Wasser gebaut ist, braucht dringend eine Quellensanierung. "Wir haben uns die Quellen in Unterbränd angeschaut. Hier besteht dringender Handlungsbedarf", erklärte Bürgermeister Micha Bächle.

Bräunlingen-Unterbränd (guy). Die Schüttung der Quellen gehe langsam aber sicher zurück. Eine Sanierung habe man bereits auf 2019 angepeilt, sie musste allerdings ins Jahr 2020 verschoben werden. Die Bräunlinger Stadträte haben nun die Wasserbau-Firma Scharpf damit beauftragt. Kostenfaktor: zirka 300 000 Euro.

Wie genau sieht die Situation vor Ort aus? "In Unterbränd wird ein Hochbehälter von zwei Quellen gespeist. Das Wasser, das aus dem Erdreich dringt, wird in einer Wanne gesammelt und mit einem Rohr weitergeleitet", erklärte Georg Baum, FDP-Stadtrat und Wasser-Respizient. Er ergänzte: "Dort sind die Abdichtungen undicht, Quellwasser läuft zum Teil seitlich vorbei." Das müsse gerichtet werden, um wieder eine ordentliche Wassermenge zu bekommen und zu verhindern, dass Schmutz hin­eingelange: "Wasser ist Daseinsvorsorge", unterstrich Baum die Dringlichkeit. Untersuchungen der Firma Scharpf zeigten außerdem, dass Wasser im Umfeld der bestehenden Quellen Hirschmoos und Tiroler Halde vorhanden sei, es lediglich wieder gefasst werden müsse.

Besondere Dringlichkeit bestehe vor allem in den Sommermonaten, wenn in der Hauptsaison die Camper an den Kirnbergsee kommen und Trockenheit herrsche: "Wasser ist existenziell, und wir merken den Anstieg des Verbrauchs durch die Camper", sagte Unterbränds Ortsvorsteher Winfried Klötzer und appellierte an ein schnellstmögliches Handeln. Das Wasser müsse dann auch gechlort werden. Über den Sommer wurden zur Unterstützung zwei Waldquellen der Bräunlinger Trinkwasserversorgung nach Unterbränd umgeleitet. Inzwischen ist das auch außerhalb der Saison notwendig, dafür sorgen lange Trockenperioden.

Arbeiten geplant

Dass der Gemeinderat diese Entscheidung jetzt bereits für 2020 treffe, liege auch daran, dass das zuständige Unternehmen den Termin entsprechend eintakten müsse: "Daher müssen wir das jetzt vergeben." Die Witterung spiele eine besondere Rolle. Werde es zu trocken, dann müsse man "Wasser fahren", also mit einem Transporter zum Hochbehälter bringen.

Die Arbeit werde eng mit dem Bräunlinger Wasserwerk abgestimmt. Man habe außerdem schon Erfahrungen mit dem Unternehmen, dass schon zuvor bei der Quellensanierung in Mistelbrunn im Einsatz gewesen ist. "Dort war man sehr zufrieden. Man hat dort auch gesehen, wie eine solche Verbesserung geht. Die Schüttung ging vor der Sanierung gegen Null, danach lag sie bei einem Liter pro Sekunde", so Bächle. Für die Dauer der Sanierungsarbeiten könne die jeweilige Quelle nicht genutzt werden, daher werden die beiden Bräunlinger Quellen zur Versorgung umgeleitet. Sollte das nicht ausreichen, werde ein externer Wassertransport ergänzt.

Förster Reinhard Merz bat darum, rechtzeitig über die Maßnahme informiert zu werden: "Etwa bei der Hirschmoosquelle gibt es viel Wurzelwerk." Das könne dann rechtzeitig weg.

Auch der kleine Bräunlinger Ortsteil musste eine Zeitlang mit externem Wasser versorgt werden. Der Grund: Die Schüttung der Kohlwaldquelle war stark rückgängig. Klares Wasser floss in Mengen am Überlauf. Bei einer Prüfung durch die Fachfirma stellte sich schließlich heraus, dass die Quelle eigentlich genug Wasser bringe, aber die Quellfassung durch Wurzelgeflecht beschädigt sei und das Wasser sich daher zusätzlich andere Wege gesucht hat. In Handarbeit musste die Quelle freigelegt werden, parallel wurden Bäume gefällt. Damit in Zukunft die Fläche frei bleibt, hat man das Stück vom Fürst gepachtet.

Ihre Redaktion vor Ort Donaueschingen

Cornelia Spitz

Fax: 07721 9187-60

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