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Bräunlingen Dieser Segen kommt aus Bräunlingen

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Die Pfarrer Christoph Nobs (von links), Augustus Izekwe, Walter Eckert und Manuel Grimm zelebrieren gemeinsam einen Dankgottesdienst. Foto: Bombardi Foto: Schwarzwälder Bote

Pfarrer Christoph Nobs, der aus Bräunlingen stammt und der im Herbst auf 25 Jahre Priesterdienst zurückblicken kann, hat an seinen bisherigen Berufsstationen im In- und Ausland viel erlebt und kann auf eine segensreiche Zeit zurückblicken.

Bräunlingen. Die Bräunlinger TuS-Turner haben ihn beim Gaukinderturnfest an seiner jetzigen Wirkungsstätte in Hausach getroffen. Der 56-Jährige hat viel gesehen und viel erlebt – seiner Heimat Bräunlingen bleibt er dennoch stets verbunden.

"Nach Hausach kam ich über das katholische Ordinariat Freiburg, nachdem ich zwölf Jahre in Ottobrunn bei München war. Mein aktueller Pfarrbereich der Seelsorgeeinheit reicht von Hausach bis nach Hornberg und Niederwasser", erläuterte der Geistliche im Gespräch. Es gefalle ihm in Hausach und Umgebung sehr gut, denn die Mentalität passe. "Ich hab immer noch gute Kontakte in meine Heimatstadt und ich denke auch an meine frühere Marathonlaufzeit beim Schwarzwald-Marathon zurück", erzählt der Pfarrer. Damals gewann Nobs auf der 42,1-Kilometer-Strecke den Schülermarathon in neuer Rekordzeit. "Leistungssport wie damals mache ich nicht mehr, doch ab und zu gehe ich joggen, setze mich aufs Fahrrad oder laufe um die Burg bei Hausach". Die Mentalität sei hier etwas anders und auch sprachlich gebe es Unterschiede, denn je weiter man Richtung Niederwasser komme, desto ähnlicher werde der Dialekt dem "Briilingerischen". In Hausach überwiege die Ortenau.

In der Seelsorgeeinheit Hausach/Hornberg ist Christoph Nobs der einzige Geistliche, der von einer Gemeindereferentin unterstützt wird. "Fast ein Jahr war ich allein, da sie erkrankt war, doch nach den Ferien wird sie mich wieder unterstützen", berichtet er. Er denke oft an Bräunlingen, vor allem, wenn Festtage wie die Kilbig und die Fasnet anstehen. Hier in Hausach habe die Fasnet auch einen großen Stellenwert. Wie in Bräunlingen sei immer etwas los, hier werde es nie langweilig. "Mein Beruf bietet an jeder Stelle und an jedem Ort ganz viele positive Dinge und Erlebnisse. Natürlich gibt es auch immer wieder Schwierigkeiten. Eine besondere Erfahrung war meine Zeit in der Schweiz in Luzern und Basel. Auch der Umgang mit der Drogensituation ist eine nicht alltägliche Erfahrung", so der 56-jährige Geistliche. In Kolumbien, wo er ebenfalls einige Jahre verbrachte, sei schon allein die Natur phänomenal und dort treffen drei Kulturen aufeinander. "Ich freue mich auch, dass ich etliche Jahre in Bayern war, denn man nimmt von überall her etwas mit. Wenn jeder mit seinem Beruf so zufrieden sein kann wie ich, dann kann man nur gratulieren", betont er. Die kirchlichen Aktivitäten seien ähnlich wie in Bräunlingen, doch auch hier gebe es Nachwuchsprobleme.

"Ich mache gerne Städtereisen, die mit Archäologie und Geschichte etwas zu tun haben und ich bin gerade dabei, die Vorbereitungen für eine Gedenkveranstaltung über den Nationalsozialismus in Bräunlingen zu treffen", berichtet der Geistliche. Am 20. September hält Christoph Nobs nach einem Gedenkgottesdienst einen Vortrag im katholischen Pfarrheim über die Auswirkungen der Nazis in Bräunlingen. "Wenn ich es schaffe, werde ich auch noch ein kleines Buch darüber schreiben. Ich kann zwar jetzt keine Lebensprognose geben, doch wie es zurzeit läuft, sieht es so aus, dass dies hier in Hausach meine letzte große Stelle sein wird", so Christoph Nobs.

Pfarrer Christoph Nobs ist am 23. September 1963 in Bräunlingen geboren und hat sein Abitur 1983 in Donaueschingen gemacht. Von 1983 bis 1990 studierte er Theologie und feierte am zweiten Advent 1994 seine Primiz in Bräunlingen. Bis 1996 war er in der Schweiz und von 1997 bis 2000 in Kolumbien tätig. Nach seinem Sabbatjahr 2001 übernahm er den Pfarrverband in Ottobrunn bei München. Von 2015 bis 2017 war er in Traunstein. Seit dem 23. März 2018 ist er Pfarrer in Hausach.

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