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Bösingen Zehn statt 31 Cent

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Die Schmutzwassergebühr will die Gemeinde Bösingen trotz gesunkener Kosten für die Klärschlammentsorgung (hier die Kläranlage Bösingen) im nächsten Haushalt um zehn Cent pro Kubikmeter anheben. In anderen Teilbereichen steigen nämlich die Kosten. Foto: kw Foto: Schwarzwälder Bote

Einerseits will die Gemeinde Bösingen die Bürger in Corona-Zeiten finanziell nicht noch mehr belasten. Andererseits können Gebührenhaushalte mit zu niedriger Kostendeckung zu erheblichen Nachteilen bei der Vergabe von Zuschüssen führen.

Bösingen (kw). Vor diesem Hintergrund beleuchtete Bösingens Kämmerer Matthias Jetter im Gemeinderat die verschiedenen Gebührenhaushalte. Wenn Jetter detaillierte Berechnungen vorlegt und Vorschläge zu notwendigen Anpassungen unterbreitet, dann ist klar: Der Start zu den Haushaltsberatungen für das kommende Jahr steht unmittelbar bevor.

In vielen Bereichen sei eine volle Kostendeckung nicht möglich, räumte der Fachbeamte für das Finanzwesen ein. In der derzeitigen Corona-Situation sollte die Gemeinde Rücksicht auf die Wirtschaftskraft der Bürger nehmen. Jetter plädierte für eine moderate Anpassung beim Abwasser und Wasser.

Bei der Schmutzwassergebühr – derzeit beträgt sie 3,20 Euro pro Kubikmeter – plant die Verwaltung eine Erhöhung um zehn Cent. Der ­Kostendeckungsgrad läge dann bei 96,4 Prozent (2020: 95,76 Prozent). Zur vollen Kostendeckung wäre eine Gebühr von 3,51 Euro erforderlich. Wegen geringerer Ko­sten bei der Kanaluntersuchung schlug die Verwaltung bei der Niederschlagsgebühr eine Senkung von 23 auf 20 Cent vor.

Der Wasserzins (seit 2019: 2,15 Euro pro Kubikmeter) soll ebenfalls um zehn Cent angehoben werden. Der sinkende Wasserverbrauch und hohe Wasserverluste – vorrangig in Bösingen – hätten in 2020 das Verhältnis Kosten zu Einnahmen verschlechtert, erläuterte Jetter. Es bestehe aber Hoffnung, dass sich die Fehlwasserquote wieder reduziere. Dann werde der Ko­stendeckungsgrad wieder ansteigen. Das gesamte Ortsnetz war auf Leckstellen untersucht worden.

Der Kämmerer berechnete auch gleich die Auswirkungen auf einen Durchschnittshaushalt mit vier Personen: Bei einem angenommenen Wasserverbrauch von 150 Kubikmeter und einer Hof- und Dachfläche von 250 Quadratmetern führten die vorgeschlagenen Erhöhungen zu jährlichen Mehrkosten von 25 Euro.

Die Kindergartengebühren waren bereits im Juli entsprechend den Empfehlungen der kommunalen Landesverbände und der Kirchen beschlossen worden.

Änderungen wird es bei den Bestattungsgebühren geben. Die Grabarbeiten werden mittlerweile von einem anderen Unternehmen ausgeführt. Eine Kostendeckung im Bestattungswesen unter 40 Prozent ist laut Jetter nicht ausreichend. Auf 50 Prozent könne aber auch nicht in einem Schritt angehoben werden, war man sich einig. Angestrebt werden nun im nächsten Haushalt für alle Gebührentatbestände 45 Prozent Kostendeckung. Jetter legte den Ratsmitgliedern entsprechende Berechnungen vor.

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