Säulen der Speckmockelzunft (von links): Stefan Bantle (Mussle), Präsident Günther Stritt und Stefan Bantle (2er). Foto: Hölsch Foto: Schwarzwälder Bote

Speckmockelzunft: Engagement von Stefan Bantle (2er) und Stefan Bantle (Mussle) gewürdigt / Zwei weitere Ehrenmitglieder

Die Speckmockelzunft Bösingen erinnert zu Beginn des Jahres an die vergangenen Monate. Sie wählte, ehrte und verabschiedete zwei Garanten des Elferrats. Der Blick nach vorne bleibt realistisch und angemessen optimistisch.

Bösingen. Was das Narrenjahr 2021 bringen werde, wisse heute niemand. Dennoch sei die Zunft bemüht, die Regierungs- und Landesvorgaben bestmöglich umzusetzen und den Traditionen der Fasnet zu entsprechen, soweit dies zulässig und möglich sei, teilte die Zunft mit.

Die Bösinger Speckmockelzunft sieht sich laut eigener Einschätzung als Vorbild, deshalb unterstütze sie aus Überzeugung und zum Wohl der Mitglieder die Schutzvorgaben, dass "schnellstmöglich wieder gesund und unbeschwert eine herrliche und närrische Fasnet miteinander gefeiert werden kann".

In Bösingen ist das Vereinsleben situationsbedingt vollständig zum Erliegen gekommen. Seit dem ersten Lockdown im März vergangenen Jahres fanden wenige und nur die nötigsten Vorstandstreffen und Abstimmungen im kleinen Kreis und unter Einhaltung der Hygienevorgaben statt.

Bilanz gezogen

Am 7. November, vor dem zweiten großen Lockdown, kam es zur Mitgliederversammlung des Fördervereins und der Speckmockelzunft Bösingen. Diese war bereits zweimal verschoben worden und durfte unter strengen Hygiene- und Abstandsregeln in der Mehrzweckhalle in Bösingen stattfinden.

Präsident Günther Stritt berichtete über eine gelungene, unbeschwerte und harmonische Fasnet 2020 in Bösingen. Er dankte den Garden und Gardeleiterinnen für deren hervorragende Leistungen sowie allen Beteiligten und Helfern. Die Speckmockelzunft wolle sich mit der Digitalisierung für die Zukunft rüsten.

Der Bericht endete damit, dass im Februar noch niemand geahnt habe, dass sich die komplette Gesellschaft kurz danach im ersten Pandemie-Lockdown befinden würde, der bis heute das Leben aller, besonders auch der Vereine, vollständig zum Stillstand gebracht habe.

Kassierer Günter Pawel stellte den Zuhörern seine Zahlen und ein erfolgreiches Vereinsjahr 2019 vor, in dem das 50. Jubiläumsnarrentreffen stattgefunden hat. Der Verein konnte aus dem Ergebnis des großen Narrentreffens seine Rücklagen für künftige Investitionen aufstocken.

Im Bericht des Schriftführers, Christian Fülles, über die Ereignisse seit der vergangenen Mitgliederversammlung wurde über das bunte und engagierte Vereinsjahr bis Ende Februar 2020 referiert. Auch hier wurde der Einbruch der Vereinsaktivitäten durch Covid-19 erwähnt.

Die Versammlung lobte die Aktivitäten des Vorstands und Elferrats und sprach unter der Wahlleitung von Bürgermeister Johannes Blepp einstimmig die Entla­stung aus.

Weiter in Verantwortung

Im Anschluss wurden bei den Wahlen Präsident Günther Stritt, Schriftführer Christian Fülles, die Elferräte Josef Stritt, Benedikt Trick, Tobias Feldmaier, Stefan Hezel und Marius Rapp sowie die Kassenprüferin Uschi Binder für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt.

Dieter Ohnmacht und Wolfgang Kammerer wurden für 40-jährige Mitgliedschaft in der Speckmockelzunft Bösingen zu Ehrenmitgliedern ernannt. Nach 20 Jahren Elferratstätigkeit wurde Stefan Bantle (Mussle) zum Ehrenelferrat ernannt und Günther Stritt für seine 30-jährige Elferratstätigkeit geehrt.

Im Anschluss musste sich der Elferrat mit besonderem Dank von den aktiven "Elfern" Stefan Bantle (2er), Programmleitung Showtanzabend und Bürgerball sowie Gardeleitung, und Stefan Bantle (Mussle), maßgebliche Tätigkeit im Wirtschaftsausschuss, verabschieden. Besonders lobenswert waren außerdem die vielen und erfolgreichen Auftritte der beiden Elferräte beim Bürgerball.

Nach 23 beziehungsweise 20 aktiven Jahren werden beide in den erweiterten Ausschuss wechseln und weiter die Zunft unterstützen.

Mit "Vergelt’s Gott" für das jahrelange Engagement bei der Kindergarde wurde der ausscheidenden Gardeleiterin Daniela Steiger in Abwesenheit gedankt.

Traditionell erfolgte vor der Zunftversammlung die Mitgliederversammlung des Fördervereins der Speckmockelzunft Bösingen unter der Leitung von Josef Stritt. Dieser Verein unterstützt maßgeblich den Hauptverein und die Aktivitäten der Zunft bei ortseigenen Veranstaltungen, die ansonsten nicht zu bewältigen wären.

Josef Stritt dankte allen Anwesenden und besonders allen unermüdlichen Helfern. Die Kassenführung und der Bericht der Kassiererin Ute Pawel wurde von den Prüfern gelobt und die Entlastung ausgesprochen. Der Vorstand des Fördervereins wurde unter der Leitung von Bürgermei­ster Blepp entlastet und für das Engagement gedankt.

Narrendeko erwünscht

Eigentlich hatte der Elferrat geplant, die Ortsdekoration in der ersten Januarhälfte aufzubauen. Die Verlängerung des Lockdowns lässt dies momentan nicht zu. Dennoch wäre es schön, wenn alle Haushalte ihre Narrenfahnen und närrische Dekoration bis Aschermittwoch präsentieren würden.

Vorstand und Elferrat beobachten weiter die Entwicklungen und Vorgaben und wollen informieren. Vorstand und Elferrat: "Die Gesundheit ist unser höchstes Gut, und dieses will und wird die Speckmockelzunft Bösingen im Interesse aller schützen und dennoch flexibel und spontan reagieren, wenn die Pandemiesituation dies zulässt." Elferrat und Vorstand bleiben optimistisch, dass 2022 die Bösinger Fasnet stattfinden könne.

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