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Böblingen 850 Inklusionsbotschafter in den Landkreis ausgesandt

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Die Klasse 9c mit Landrat Roland Bernhard (rechts außen) und Bürgermeister Ulrich Schwarz (Dritter von rechts). Foto: LRA Foto: Schwarzwälder-Bote

Kreis Böblingen. 850 Schüler, Senioren und Rollstuhlfahrer werden in den kommenden Wochen im Landkreis Böblingen unterwegs sein, um in einer Internetkarte öffentliche Orte zu kennzeichnen, die gut, weniger gut oder gar nicht mit dem Rollstuhl zugänglich sind. Bei einem Termin vor dem Böblinger Bahnhof hat Landrat Roland Bernhard gemeinsam mit dem Ersten Bürgermeister der Stadt Böblingen, Ulrich Schwarz, den Startschuss zu der Aktion gegeben.

Mit von der Partie war die Klasse 9c der Freien Evangelischen Schule in Böblingen mit Klassenlehrerin Jessica Landis, eine Böblinger Seniorengruppe um Kreis- und Stadträtin Heidrun Behm, Karin Schöck und Claudia Mathissek von der Lebenshilfe in Böblingen und der Vorsitzende des Teilhabe-Beirates des Landkreises Utz Mörbe.

"Für mich sind die 850 Teilnehmer allesamt Inklusionsbotschafter", erklärt Landrat Roland Bernhard. "Sie werden durch die Kartierung der Orte zu einem barrierefreien Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung beitragen." Insgesamt beteiligen sich 26 Klassen an der Barrierefrei-Aktion des Landkreises. Bürgermeister Schwarz betonte die Unterstützung der Stadt für die Schüleraktion. In der Stadt Böblingen selbst engagiere sich seit 20 Jahren die "AG Behinderte" für mehr Barrierefreiheit.

Lehrkräfte, Senioren und Rollstuhlfahrer wurden in neun regionalen Workshops auf die Aktion vorbereitet. Inhalt der Workshops war die Vorstellung der Internetkarte und der Ablauf der Aktion mit dem Zusammenwirken der unterschiedlichen Beteiligten.

Die Schüler selbst setzten sich bei dem Sozialprojekt vor der "Mapping-Aktion" mit den Themen Behinderung und Barrierefreiheit auseinander. Sie begegnen "Experten in eigener Sache", Senioren und Menschen im Rollstuhl. Das Projekt bringt so die Lebenswelt von jungen Menschen mit der Welt der Menschen mit Mobilitätseinschränkungen zusammen. Die Begegnung und das sich in Andere Hineinversetzen sind wichtige Elemente der Aktion. Dafür stellen sieben Sanitätsgeschäfte, die AOK und der VK Sindelfingen Rollstühle zur Verfügung, so dass die Schüler ihre Umgebung aus der Perspektive eines Rollstuhlfahrers "erfahren" können. "Die Schulklassen und ehrenamtlich Mitwirkende gehen also gut vorbereitet in die Aktion", lobte Bernhard.

Besonders engagierten Klassen winken als Wertschätzung Geldpreise, zum Beispiel als Zuschuss für eine Klassenfahrt. Die Aktion wird von der Baden-Württemberg-Stiftung und der Sozialstiftung der Kreissparkasse Böblingen gefördert.

Die Internetkarte "Wheelmap" wurde von dem Berliner Verein Sozialhelden um den Aktivisten und Rollstuhlfahrer Raúl Krauthausen ins Leben gerufen. Mit Wheelmap können rollstuhlgerechte Orte gesucht, gefunden und markiert werden. Dabei wird ein einfaches Ampelsystem verwendet. Grün steht dabei für vollständig rollstuhlgerecht. Die Kartierung wird von den Nutzern über einen Zugang bei OpenStreetMap vorgenommen. Jeder kann selbst Orte eintragen und bewerten. Dazu gibt es Apps für iPhone-, Android-, und Windows-Smartphones. Für den Landkreis Böblingen macht das Projekt "Mitmach-Barrierefrei-Wegweiser", das auf Anregung des Teilhabe-Beirates zurückgeht, die Wheelmap anwendbar. Der Beirat vertritt die Interessen von Menschen mit Behinderung.

 

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