So wie hier voriges Jahr im Achdorfer Ortsteil Aselfingen soll es bald auch in Fützen aussehen.Foto: Archiv Foto: Schwarzwälder Bote

Breitbandausbau: Fützen ist als erster Stadtteil an der Reihe / Nächster Schritt ist die Ausschreibung

Der Glasfaserausbau in den Blumberger Stadtteilen kann weitergehen. Für den Breitbandanschluss in Fützen, Kommingen, Riedöschingen und Hondingen hat das Land Baden-Württemberg 2,88 Euro am Montag bewilligt.

Blumberg-Fützen/Kommingen/Riedöschingen/Hondingen (blu). Der Zweckverband Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar teilt diese Nachricht mit. Damit fließen in die Raumschaft Blumberg mehr als ein Viertel der insgesamt rund 8,9 Millionen Euro, die der Zweckverband vom Land dieses Jahr erhält, wie der Verband weiter mitteilt. Vom Bund kamen dafür bereits 3,6 Millionen Euro.

Blumbergs Bürgermeister Markus Keller freute sich, als Baden-Württembergs Innen- und Digitalisierungsminister Thomas Strobl die Entscheidungen mitteilte: "Ich bin dem Land sehr dankbar, damit sind wir beim Breitbandausbau wieder einen großen Schritt weitergekommen." Den Antrag habe der federführende Zweckverband rechtzeitig gestellt. Bis zur Bewilligung habe es sich länger hingezogen, weil der Landtag zuerst den Doppelhaushalt habe beschließen müssen, so Keller.

Als erster Stadtteil dieses Jahr ist Fützen an der Reihe. Es folgen die Ausschreibung, Vergabe und dann der Baubeginn. Mit den jetzt bewilligten Landeszuschüssen und den Bundeszuschüssen liege die Förderquote bei 90 Prozent, sagte Keller. Fützen ist auch deshalb an der Reihe, weil auf der dortigen Gemarkung der Zusammenschluss des Glasfasernetzes vom Zweckverband Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar mit dem Glasfasernetz des Landkreises Waldshut erfolgen soll.

Zeitlicher Ablauf

Zum zeitlichen Ablauf in den anderen drei Stadtteilen erklärte der Bürgermeister, in Riedöschingen und Kommingen laufe die Bedarfsabfrage, in Hondingen sei die Stadt auf die Kapazität des Zweckverbands angewiesen. Dort gehe es wohl 2022 weiter.

Fützens Ortsvorsteher Georg Schloms freut sich über den kommenden Ausbau dank der Bundes- und Landesförderung. Man werde gemeinsam "alles tun, dieses Vorhaben zu einem Erfolg werden zu lassen". Und Ortsvorsteher Schloms fügte diesen Satz hinzu: "Wir freuen uns auf die weiteren positiven Seiten der Digitalisierung wie gute Versorgung mit einem verlässlichen Fernseh- und Telefonanschluss, da hier schon jetzt gerade im Bereich Telefon erhebliche Lücken durch nicht vorhandenen Ports entstanden sind und Neubürger keinen Festnetzanschluss bekommen konnten."

Ein Meilenstein 2020 war der Anschluss im Achdorfer Tal. Nach acht Monaten Bauzeit werden die Gemeinden Achdorf, Aselfingen, Eschach, Opferdingen und Überachen an das kommunale Glasfasernetz angeschlossen. Dabei handelt es sich um das erste mit Bundesfördermitteln fertiggestellte Projekt des Zweckverbands Breitbandversorgung. Die Stadt Blumberg musste für das Ortsnetz noch rund zehn Prozent der Kosten übernehmen. Von den 1,7 Millionen Euro für das Ortsnetz übernehmen laut Förderantrag der Bund 850 000 Euro und das Land 680 000 Euro, die restlichen 170 000 Euro bleiben bei der Stadt.

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