Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Bitz Orgelmusik trifft auf Wort Gottes

Von
Oliver Geiger spielte bei "Sonntags um sechs" auch einige Werke, die er komponiert hat. Foto: Schwarzwälder Bote

Bitz. Dass die Anregung der Burladinger Pfarrerin Annegret Liebmann zusammen mit Bezirkskantor Wolfgang Ehni für die neue Veranstaltungsreihe "Sonntags um sechs" auf fruchtbaren Boden fällt, ist am Sonntagabend in Bitz erneut bestätigt worden. Denn alle in Zeiten von Corona zur Verfügung stehenden Plätze in der Nikolauskirche waren besetzt.

Das musikalische Programm geht auf das Engagement Oliver Geigers zurück, der sagt: "Ich wollte etwas außergewöhnliches, etwas mit tänzerischen Charakter, was man sonst nicht im Gottesdienst hört". Annegret Liebmann lieferte wiederum das Wort zur Musik. Denn so lautete auch das Motto: "Musik trifft Wort. Wort trifft Musik". Und weiter: "Eigenes, Fremdes und Ungewohntes".

Die Pfarrerin ergänzte: "Ich freue mich, dass das neue Angebot so gut angenommen wird und möchte versuchen, den Geist dieser Musik aufzunehmen und durch Worte in uns zum Schwingen zu bringen".

Besser hätte der Auftakt nicht sein können. Denn mit dem "Festlichen Marsch", den Oliver Geiger selbst komponiert hat, zog er buchstäblich alle Register der erst 32 Jahre alten Link-Orgel. Zur Sonate in G-Dur las Pfarrerin Liebmann die Schöpfungsgeschichte vor.

In die Schublade "Ungewohntes" ließ sich das Vogelzwitschern stecken, welches das Gotteshaus ausfüllte. Oliver Geiger hatte dafür die Komposition von Johann Ludwig Krebs "Eine Nachahmung der Nachtigall auf der Orgel" ausgewählt. Dazu las die Pfarrerin aus dem Gedicht von Rose Ausländer mit dem Titel "Nachtzauber" wie der Mond errötet, Kühle die Nacht durchweht und ein stiller Gott Schlaf schenkt.

Eindrucksvoll, wie Oliver Geiger "Menuet gothique", eines der größten Werke von Léon Boellmann interpretierte. Dazu passend die Worte "Musik" aus dem Gedicht von Rose Ausländer. Nach "Pièce d’Orgue" von Oliver Geiger komponiert folgte der "Boléro de Concert, op. 166" von Louis J.-A Lefébure-Wély. Dazu las Pfarrerin Liebmann aus "Joseph Beuys zugeschrieben". Dem einfühlsamen "Chiquilin de Bachin", die Übertragung des Werkes von Astor Piazzolla für Orgel schrieb Oliver Geiger, folgte der Segen von Jörg Zink durch Pfarrerin Liebmann.

Dem meisterhaft interpretierten "Toccata e-Moll" von Joseph Callaerts schloss sich langanhaltender Applaus im Gotteshaus an. Oliver Geiger bedankte sich dafür mit der Zugabe "Amazing Grace" und mit dem Versuch, Dudelsacktöne auf der Orgel zu imitieren.

Artikel bewerten
1
loading

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.