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Bisingen Zeitzeugen sollen zu Wort kommen

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Der Vorstand des Vereins Gedenkstätten KZ Bisingen. Vorsitzende ist weiter Uta Hentsch, Ingrid Wöhr wurde neu zu ihrer Stellvertreterin gewählt. Foto: Maute Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Andrea Maute Bisingen. Wie verlief die bisherige Entwicklung und was sind mögliche Optionen für die Zukunft? Im zehnten Jahr seines Bestehens hat der Verein Gedenkstätten KZ Bisingen beide Seiten im Blick."Der Verein lebt – und das in allen Generationen", freute sich der zweite Vorsitzende Dieter Grupp angesichts der generationenübergreifenden Runde, die sich zur Hauptversammlung im Heimatmuseum versammelt hatte. Wie die Vorsitzende Uta Hentsch verkündete, sind unter den sieben Neuzugängen, die der Gedenkstättenverein seit August zu verzeichnen hat, vier junge Mitglieder. Dies resultiert nicht zuletzt aus den Bemühungen, junge Menschen schon frühzeitig an das Thema heranzuführen.

Das Engagement in Schulen – 575 der 883 Museumsbesucher im vergangenen Jahr waren Schüler – reiht sich in den Reigen der vielen Veranstaltungen ein, über die Uta Hentsch berichtete. Unter anderem wurden die AG "Spurensuche" an der Bisinger Realschule und eine Aktion auf dem Geschichtslehrpfad initiiert. Auf große Resonanz gestoßen seien sowohl der Vortragsabend mit Professor Gideon Greif, der zum Thema "Funktionshäftlinge" referierte, als auch der Abend mit Arik Rav-On, der die Gedenkstätte Yad Vashem vorstellte. Ein Schreck für die Mitglieder war im Februar vergangenen Jahres der Wasserrohrbruch im Heimatmuseum, der eine längere Schließung zur Folge hatte.

Nachdem sich 2012 mit dem 65-jährigen Bestehen des KZ-Friedhofs ein trauriges Ereignis jährte, steht in diesem Jahr ein erfreuliches Jubiläum ins Haus: Am 29. November 2003 wurde der Verein Gedenkstätten KZ Bisingen ins Leben gerufen. Mitglied Hendrik Dahlhoff regte an, anlässlich des zehnjährigen Bestehens eine Art Dokumentationskatalog zu erstellen. Uta Hentsch schlug vor, Zeitzeugen zu Wort kommen zu lassen und sowohl die Opfer- als auch die Täterseite zu beleuchten. Beides stieß auf breite Zustimmung.

Auch in die Zukunft wird ins Jubiläumsjahr geblickt. In den Raum gestellt wurden Maßnahmen, durch die eine einheitliche Außenwirkung erzielt werden könnte, sowie die Einbeziehung weiterer Medien. "Ein Museum ist nichts Statisches, sondern lebendig", stand auch Bürgermeister Joachim Krüger den Vorschlägen aufgeschlossen gegenüber. Dem 52 Mitglieder zählenden Verein zollte er Lob: "Es ist ein Geschenk für die Gemeinde, dass wir diesen Verein haben dürfen." Kassiererin Nicole Brandt legten einen positiven Kassenbericht vor, die Prüfer Bernd Rentschler und Adolf Binder bestätigten eine gute Kassenführung.

Ein weiterer wichtiger Termin in diesem Jahr ist die Ausstellung "Besa – Eine Sache der Ehre: Wie muslimische Albaner Juden retteten", die am 5. Juli in der Hohenzollernhalle Bisingen eröffnet wird.

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