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Bisingen Gäste schwelgen in Western-Stimmung

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Die Stimmung des Wilden Westens zauberten die "Shooting Boots Zollernalb" zu den Klängen der Thanheimer Musiker auf die Bühne der Bisinger Hohenzollernhalle. Fotos: Maute Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Andrea Maute

Bisingen-Thanheim. Wenn das Herz im Takt der Hufe schlägt und die Mundharmonika klagend die Stille zerreißt – dann heißt es "Willkommen in der Prärie". Mit einem fulminanten Konzert entführte die Musikkapelle Thanheim ihr Publikum in das Land der Cowboys und Indianer.

Der wilde, wilde Westen fängt gleich hinter Thanheim an. Wer am Samstag die Bisinger Hohenzollernhalle betrat, fand sich in einem waschechten Saloon wieder. Die Protagonisten waren die Thanheimer Musiker, die Kinder der Bläserklasse der Grund-, Haupt- und Werkrealschule Bisingen und die "Shooting Boots Zollernalb." Regie führte Dirigent Erwin Nehlich, als Sprecher fungierte Walter Kästle.

In der ersten Szene gehörte die Bühne den jungen Cowboys der Bisinger Schule, die unter der Leitung von Stefanie Strobel ein Western-Medley zum Vortrag brachten. Mit "Oh Susanna", "Carry me back to old Virginia" und "Daisy" nahm die musikalische Reise quer durch die Prärie ihren Anfang.

Dass der Weg durch malerische Landschaften und tiefe Schluchten durchaus tückisch sein kann, kam im Auftaktstück des Blasmusikorchesters Thanheim zum Ausdruck. Majestätisch mutet der Soundtrack zu "Silverado", einem Western von 1985, an. Eindringlich spiegelt die Melodie die Dramatik einer Attacke von Revolverhelden, welche von den Musikern bravourös umgesetzt wurde. Vom Alltag der "Cowboys" erzählt der gleichnamige US-amerikanische Spielfilm von 1971. Vor dem geistigen Auge erschlossen sich Bilder von Lagerfeuerromantik und Viehtrieb.

Facettenreich und anspruchsvoll ist die Komposition "Symphonic Dances – Hoedown" von Yosuke Fukuda, die in punkto Spieltechnik eine Herausforderung darstellt. Eindrucksvoll gelang es den Akteuren, die Energie und Spiritualität des dritten, eine Rodeo-Szene enthaltenden Satzes, der von Sibylle Nehlich mit einem beeindruckenden Klarinetten-Solo eingeleitet wurde, in Töne umzusetzen.

Unbestrittener Höhepunkt des ersten Teils waren die "Moments for Morricone." Wer kennt sie nicht – die Szene aus dem Italowestern "Spiel mir das Lied vom Tod", in dem die klagende Mundharmonika die gespenstische Stille zerreißt. André Endress stand seinem filmischen Vorbild jedenfalls kaum nach.

Ein Wiedersehen mit bekannten Westernhelden gab es auch im zweiten Teil des Konzerts. Während Filmszenen über die Leinwand flimmerten, die Jörg Strobel passend auf die Melodien abgestimmt hatte, kamen "Dances with wolves" (Solisten: Martin Schwellbach und Arndt Endress), die bekannte Bonanza-Titelmelodie sowie der Klassiker "Winnetou und Old Shatterhand" zum Vortrag. Ein weiterer Höhepunkt für das Publikum, das in der vollbesetzten Halle in Western-Stimmung schwelgte, war der Auftritt der von Ralf Hautmann geleiteten Line-Dance-Gruppe "Shooting Boots Zollernalb." Zu "Ghostriders in the sky" und "Take me home, country roads" legten die von den Musikern begleiteten Tänzer eine heiße Sohle aufs Parkett.

Unter donnerndem Applaus verließen die Akteure nach ihrer Zugabe die Bühne, um auf der von den Maurochen Thanheim bewirteten Western-Party noch lange weiterzufeiern.

(am). Im Rahmen des Jahreskonzerts der Musikkapelle Thanheim wurde am Samstag eine Reihe langjähriger und verdienter Mitglieder geehrt. Die Brozene Leistungsnadel für ihre mit großem Erfolg bestandene D1-Prüfung verlieh der Vorsitzende der Musikkapelle Thanheim, Frank Endress, an die junge Musikerin Nina Endress. Von Seiten des Blasmusikkreisverbands zeichnete Hermann Koch Tanja Wimmer (Oboe), Corinna Butz (Saxophon) und Peter Schwellbach (Posaune) für 20-jährige aktive Musikertätigkeit mit der Ehrennadel in Silber aus. Für vier Jahrzehnte im Dienste der Blasmusik ehrte Hermann Koch die Bassklarinettistin Silvia Strobel. Sie gehört der Musikkapelle Thanheim seit 1983 an und wurde vor drei Jahren zum ersten weiblichen Ehrenmitglied ernannt. Ebenfalls seit 40 Jahren ist Michael Schulz als aktiver Musiker tätig, der dem Verein seit 1998 als Fagott-Spieler die Treue hält. Beide Musiker erhielten die Ehrennadel in Gold und den Ehrenbrief des Blasmusikkreisverbands.

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