Am Stand von Annett (von links) und Emma Krämer, Felix Raupp, Philine und Elke Heeger gab es zahlreiche Geschenkideen in Form von Süßigkeiten oder Dekomaterialien. Foto: Jähne Foto: Schwarzwälder Bote

Freizeit: Besucher des Birkenfelder Weihnachtsmarkts trotzten dem Wetter / Rund 40 Stände

Otto Lieb war so ein bisschen der Vogelkundler auf dem Birkenfelder Weihnachtsmarkt: Mit Uhu-Dame Jule auf dem Arm präsentierte dieser stolz einen der mächtigsten Greifvögel in ganz Europa.

Birkenfeld. "Bei einer Größe von 90 Zentimetern und einer Flügelspannweite von 1,80 Metern", wie Lieb berichtete, wurde das Tier schnell zum Blickfang und zum Publikumsliebling. Natürlich verfügt der Halter über eine Spezialgenehmigung, die Einladung selbst war aufgrund der Jagdgesellschaft Birkenfeld-Gräfenhausen erfolgt.

Festlich geschmückter Ort

Rund 40 Stände säumten am vergangenen Wochenende erneut den Ortskern der Enzkreisgemeinde. Bürgermeister Martin Steiner sprach dabei die Empfehlung aus, genau diesen nach Einbruch der Dunkelheit zu besuchen: "Wenn die Beleuchtung erst mal an ist, dann können sich die Gäste einer besonders festlich geschmückten Ortsmitte erfreuen", so der Schultes.

Nicht nur offener Verkauf

Zum nun 27. Mal wurde der Birkenfelder Weihnachtsmarkt veranstaltet, was nicht nur den offenen Verkauf beinhaltet, sondern auch den Streichelzoo mit seinen Schafen, den Kunsthandwerkermarkt im Martin-Luther-Gemeindehaus, aber auch die Weihnachtsbäckerei, in der die Kinder ihre Gutsle und Kekse selber backen und kreieren durften.

Bereits zu Beginn spielte das Ensemble der Blechbläserklassen – bekanntermaßen eines von Steiners Lieblingsprojekten, um dem personell etwas in Schieflage geratenen Musikverein wieder auf die Beine zu helfen.

"Als ich vor einigen Jahren meine erste Rede gehalten habe, waren gerade mal sechs Kinder auf der Bühne", so der Rathauschef. Am Samstag waren es 31 Schüler, welche Klassiker wie "Alle Jahre wieder" oder "Oh Tannenbaum" zur Eröffnung spielten.

Erfahrungen aus Kanada

Dass so ein Weihnachtsmarkt mittlerweile auch ein wenig Grüße aus aller Welt bedeutet, zeigte der Stand des Old Texas-Vereins aus Pforzheim auf.

Dort gab es neben selbst gefertigtem Indianerschmuck und dem Erfahrungsaustausch vom jüngsten Kanada-Urlaub auch den original "Hudson Bay" zu erwerben, eine Mischung aus Rum und Wein, wie ihn schon die alten Trapper und Goldsucher getrunken haben.

In Hinblick auf das regnerische Wetter eine durchaus gute Alternative, um sich von innen heraus ein wenig durchzuwärmen.

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