Da bis zu vier Teams absteigen, dürfte der Bezirksliga-Abstiegskampf außergewöhnlich spannend werden. Selbst den FC Furtwangen könnte es noch treffen.
Schafft der FC Neustadt in der Landesliga den Klassenerhalt, würde es voraussichtlich in der Bezirksliga in dieser Saison nur drei Absteiger geben. Bei vier Absteigern wäre der FC Furtwangen auf Platz sieben nur noch drei Zähler vor dem ersten Abstiegsplatz. In diesem kuriosen Szenario müssten also zehn von 16 Teams um den Klassenerhalt bangen. Wer hat die besten Karten?
SV Aasen
Beim SV Aasen ist zurzeit alles im Butter. Trainer Jackson Agbonkhese – der seinen Vertrag für die kommende Saison bereits verlängert hat – sieht seine junge Mannschaft mit Rang fünf aktuell absolut im Soll. „Unser Team macht einen Entwicklungsprozess durch und ist auf einem guten Weg“, sieht der Coach seine Mannschaft in der Spur.
„Die Vorbereitung nach der Winterpause lief gut. Die Mannschaft ist für den Rest der Runde gerüstet. Wenn wir unseren guten Platz festigen können, haben wir unser Saisonziel absolut erreicht“, setzt er weiterhin auf Stabilität.
Wichtig sei ein guter Start. Mit einem ersten Sieg im Heimspiel gegen den starken Aufsteiger SG Dauchingen/Weilersbach könnte man sogar auf Platz vier klettern.
FC Bräunlingen
Beim Tabellenachten FC Bräunlingen lief in der Vorbereitung aufgrund einiger Ausfälle nicht alles rund. Die Mannschaft, die zur Saison 23/24 mit einigen jungen Spielern aus der Region aufgefrischt wurde, lässt noch die nötige Konstanz vermissen. Hier will Trainer Markus Knackmus die Hebel zuerst ansetzen. Vor allem in der Defensive hoffte er auf mehr Kompaktheit.
Wo man vor dem ersten Spiel gegen den abstiegsgefährdeten Aufsteiger SV/TuS Immendingen steht ist unklar. Mit der Offensivkraft Pascal Götz verlor der FCB einen torgefährlichen Angreifer an den FC Tannheim. Mit zahlreichen Toren setzte er dort in den Testspielen ein Zeichen.
Mit Rang acht wurde ein erstes Saisonziel erreicht. Die Mannschaft steht momentan – vermeintlich – im gesicherten Mittelfeld. Bei möglichen vier Absteigern beträgt der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz jedoch nur drei Punkte.
SG Riedöschingen/Hondingen
Die SG RiehHo strebt in ihrem zweiten Jahr den Klassenerhalt an. Mit Platz 10 ist die SG momentan auf Kurs. Trainer Carmine Italiano zeigt sich mit der Einstellung seiner homogenen Truppe in der Vorbereitung hochzufrieden.
„Alle ziehen mit. Gute Testspiele stimmen uns zuversichtlich“, glaubt er an sein Team, das von der mannschaftlichen Geschlossenheit lebt.
Mit Co-Trainer Fabio Berrer bekam er auf der Bank weitere Verstärkung. „Er ist für uns eine große Bereicherung“, freut sich Italiano über die Zusammenarbeit. „In der starken Bezirksliga ist jedes Spiel offen. Wir wollen uns weiter beweisen“, schaut er dem ersten Spiel nach der Winterpause am Sonntag beim FC Löffingen optimistisch entgegen.
FC Bonndorf
Trainer Claudio Andreotti sieht den TuS Bonndorf mit Rang 12 unter Wert platziert. „Wir hatten viele knappe Ergebnisse und das Glück nicht auf unserer Seite. Die Vorbereitung ist gut verlaufen und unsere beiden Neuzugänge Lars Ganzhorn und Adolf Scherer haben sich gut integriert. Wir sind in der Breite gut aufgestellt. Ab Platz vier ist alles eng zusammen“, traut er seinem Team noch einiges zu. Aufgrund eines vorab gebuchten Trainingslagers des FC Furtwangen wurde das erste Punktspiel nach der Winterpause verlegt.
FC Löffingen
Beim FC Löffingen hat der Klassenerhalt Priorität. Mit 19 Punkten steht das Team aktuell auf dem neunten Platz. Dieser soll weiter gefestigt werden. Der junge Trainer Fabian Niederprüm muss mit einigen personellen Problemen kämpfen. So stehen die Routiniers Benjamin Gaudig und Simon Weissenberger nach Verletzungen für das Offensivspiel immer noch nicht zur Verfügung.
Im letzten Testspiel musste das Team beim Bezirksligisten SV BW Waltershofen (Raum Freiburg) eine derbe 0:7-Niederlage einstecken. Gegen den SG Riedöschingen/Hondingen hofft der FCL nun auf einen guten Start.
FC Bad Dürrheim
Beim punktlosen Schlusslicht FC Bad Dürrheim herrscht immer noch keine Kontinuität. Die Winterpause war von einigen Ab- und Zugängen geprägt.
Der neue Trainer Pedrag Kicic, der den glücklosen Alexander Feucht ablöste, will ein Team für die Zukunft formen. Die Kurstädter hoffen auf eine bessere Rückrunde. Der Klassenerhalt dürfte Utopie sein.
SV Hinterzarten
Hinterzarten will in der Rückrunde noch enger zusammenrücken. Vor allem im Angriff drückt beim Tabellenelften der Schuh. Trainer Kai Ruf kann aber auf eine verschworene Truppe mit vielen Eigengewächsen bauen. Mit dieser Grundlage will der SVH die Klasse im zweiten Jahr halten. In der Vorbereitung wurde dafür alles getan.
SV Hölzlebruck
Mit Rang 15 steht der SV Hölzlebruck überraschend mit nur neun Punkten auf einem Abstiegsplatz. Mit dem neuen Trainer Pino Curia will der SVH alle Kräfte bündeln um den Klassenerhalt noch zu schaffen.
Die Mannschaft zog laut seiner Aussage in den vergangenen Wochen voll mit. Der Glaube an die Wende sei vorhanden.
Hinter der Mission Bezirksliga strahlt der gesamte Verein Geschlossenheit aus. Der SVH geht die Frühjahrsrunde mit der klaren Vision Nichtabstieg an. Dies will das Team mit einem Heimsieg am Sonntag gegen die SG Marbach/Rietheim direkt untermauern.