Für den SV Aasen verwandelte Co-Spielertrainer Fabian Müller (Mitte) gegen die SG Kirchen-Hausen einen Foulelfmeter. Er wurde dafür von seinen Mitspielern abgefeiert. Foto: Hans Herrmann

Der SV Aasen sieht sich mit aktuell Rang fünf in der Bezirksliga voll im Soll. Die SG Kirchen-Hausen muss aufpassen.

Nach dem 2:0-Erfolg im Derby gegen einen kampfstarken Aufsteiger aus Kirchen-Hausen sieht Cheftrainer Jackson Akbonkhese die gute Verfassung seiner jungen Truppe bestätigt.

 

SV Aasen

„Wir mussten in dieser Partie alles geben und wurden für unseren Einsatz belohnt“, zieht er ein positives Fazit. Mit überlegtem Spielaufbau aus der Defensiv heraus trieb der SV Aasen den Ball immer nach vorne. Viel Laufarbeit und couragiert geführte Zweikämpfe waren weitere Tugenden.

„So haben wir es uns vor der Runde vorgestellt. Unser Team will sich in der Bezirksliga weiter etablieren“, stellt SV-Coach Jackson Akbonkhese eine positive Entwicklung in seiner Truppe fest.

Der Routinier

Auch der Ausfall von Torjäger Frederik Erdbauer (11 Saisontreffer) konnte kompensiert werden. In Top-Form präsentierte sich Angreifer Dirk King, der gegen die SG Kirchen-Hausen das vorentscheidende 2:0 in eiskalter Manier erzielte.

Mit großem Einsatz marschiert auch Co-Trainer Fabian Müller auf dem Feld voran. In der defensiveren Mittelfeldrolle fühlt er sich gut aufgehoben. Müller kann von dort aus mit seiner Erfahrung dem Spiel seiner jungen Mannschaft den Stempel aufdrücken.

Die Youngster

Mit sieben Spielern der Jahrgänge 2000 bis 2003 standen zahlreiche Talente aus der eigenen Jugend in der Anfangself. Am kommenden Sonntag will Aasen gegen den bärenstarken Aufsteiger SG Dauchingen/Weilersbach weiter auf Kurs bleiben.

SG Kirchen-Hausen

Die SG Kirchen-Hausen ist nach einem überragenden Saisonstart zuletzt etwas ins Hintertreffen geraten und findet sich aktuell auf Rang 13 – mit sechs Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz – wieder. „Mit unserem kleinen Kader kommen wir langsam an unsere Grenzen. Die Mannschaft gibt aber auf dem Feld alles und präsentiert sich von Spiel zu Spiel als geschlossene Einheit“, hebt Spielertrainer Berkay Cakici den Teamgeist hervor.

Mit dem langzeitverletzten Angreifer Elias Stihl sowie dem privat verhinderten Torjäger Andy Krukenberg musste er in Aasen auf seine beiden Sturmasse verzichten. „Diese Lücke können wir kaum schließen“, stellt er ein Manko fest. Die kompakte Abwehr um Spielführer Mario Pekau, der in der defensiven Zentrale ein ganz starke Partie ablieferte, stand relativ gut und ließ nur wenige Chancen zu. Die beiden Spielertrainer Berkay Cakici und Fatih Avci sorgten immer wieder für spielerische Elemente.

Im brisanten Derby am kommenden Sonntag gegen den ungeschlagenen FV Möhringen wird zumindest Routinier Andy Krukenberg wieder auflaufen. Zwölf Minuten vor Schluss musste aber Berkay Cakici in Kirchen-Hausen verletzt den Platz verlassen. Mit Verdacht auf einen Muskelfaserriss ist sein Einsatz in den letzten beiden Spielen vor der Winterpause mehr als unwahrscheinlich.