13 Spieltage hat der FC Bad Dürrheim in der Vorrunde absolviert. Dabei ergatterte der Ex-Verbandsligist nach dem personellen Neuaufbau noch keinen Punkt. Am anderen Ende der Tabelle thront der FV Möhringen. Wir haben mit den Trainern des Schlusslichts und des Spitzenreiters gesprochen.
BEZIRKSLIGADas Team aus Bad Dürrheim um Coach Predrag Kicic und Spielertrainer Alexander Feucht wartet also noch auf ein Erfolgserlebnis. Der FV Möhringen um Trainer Sheriff Bah blickt dagegen auf eine sehr erfolgreiche Hinserie zurück. Wir sprachen mit Predrag Kicic und Sheriff Bah.
Herr Kicic, zur Winterpause steht noch kein Punkt auf dem Habenkonto. Wie geht der FC Bad Dürrheim die Rückrunde an?
Nach vielen Gesprächen ist klar, dass sich niemand im Verein vorzeitig aufgibt. Noch sind ja für uns 17 Saisonpartien zu absolvieren. Da ist sicherlich noch einiges für uns möglich.
Mit der in der Liga jüngsten Mannschaft haben wir ja in der Vorrunde auch schon an Punktgewinnen geschnuppert. Jedenfalls sollte man im Fußball nie aufgeben.
Herr Bah, was sind die Hauptgründe für den Erfolg?
Sicherlich haben wir nicht gedacht, dass es nach der anstrengenden Runde 2022/23 mit den Aufstiegsspielen zu dieser erfreulichen Zwischenbilanz kommen würde. Aus Erfahrung wusste ich, dass es in dieser Liga schwierig ist, den Vorjahreserfolg in dieser Form zu wiederholen. Wir hatten auch erwartet, dass die jeweiligen Gegner gerade gegen uns noch mehr in die Waagschale werfen.
Ich hatte im Vorfeld einige andere Teams ganz vorne erwartet. Die Mannschaft und ich wussten, dass wir noch mehr tun müssen. So hat das dreimalige Training in der Vorbereitung viel gebracht. Die Mannschaft hat alle Vorgaben voll umgesetzt. Der starke Wille ist im Team klar zu erkennen. Jeder gibt dabei mehr als die berühmten 100 Prozent.
Herr Kicic, was können Sie für die Rückrunde aus den bisherigen Partien mitnehmen?
Auf jeden Fall die als Team bisher gemachten Erfahrungen. Mittelfristig wollen wir mit einer personell gestärkten Basis im Verein wieder etwas aufbauen. Die Stimmung im Team ist weiter sehr gut. Jeder will endlich mit dem Team punkten. Dies sollte der notwendige Push für die Rückrunde sein. In dieser gilt es, die Eigenfehler, die oft zu Gegentoren führten, weiter zu senken. Auch die Anzahl der Platzverweise muss reduziert werden – ebenso die Zahl der unnötig erhaltenen Elfmeter.
Der Teamgeist
Herr Bah, was hat Ihnen bei Ihrer Mannschaft in der bisherigen Runde besonders gefallen?
Jeder ist für den anderen da – auf und außerhalb des Spielfeldes. Jeder Spieler setzt alles daran, die an ihn gestellten Aufgaben zu erfüllen. Deshalb tritt das Team in einem gesamten Block geschlossen auf.
Dabei spielt es für niemanden eine Rolle, wer letztendlich die Tore erzielt. Auch die Spieler, die zu Saisonbeginn aus der zweiten Mannschaft gekommen sind, bringen sich voll ein. Insgesamt treten wir so sehr geschlossen auf.
Herr Kicic, wird sich das Team in der Winterpause personell verändern?
Wir versuchen, uns mit erfahrenen Spielern für jeden Mannschaftsbereich zu verstärken. Wird sind derzeit noch in vielen Einzelgesprächen. Mal sehen, was unter dem Strich herauskommen wird.
Viel Arbeit
Herr Bah, was erwarten Sie in der Rückrunde?
Für mich ist der erste Platz nur eine Momentaufnahme. Das Frühjahr wird zeigen, ob wir auch für die Rückrunde gut gearbeitet haben, denn uns wird von der Konkurrenz nichts geschenkt werden. Wir versuchen, dass wir uns für die harte Arbeit auch weiter belohnen können. Abgerechnet wird erst mit dem 30. Spieltag. Da wartet noch viel Arbeit auf uns. So auch in Sachen Defensivarbeit.