Der Anbau des Kinderhauses ist optisch passend zum bereits bestehenden Hauptgebäude gebaut worden. Eine Erweiterung in Zukunft ist möglich. Foto: Elena Baur

Das Kinderhaus Mönchweiler geht in den Endspurt. Das Gebäude steht und bedarf nun noch der Inneneinrichtung und eines fertiggestellten Außenbereichs. Kleinere Wartezeiten und eine ungewöhnliche Komplikation verzögerten die Arbeiten.

Von Außen sieht schon fast alles fertig aus. Mit Holz verkleidet und im selben Stil wie das schon bestehende Gebäude, macht sich der Anbau des Kinderhauses im Schulweg schon sehr gut. Doch im Innenbereich wird noch fleißig gewerkelt.

 

Es fehlen noch Böden, Elektroinstallationen, der Aufzug neben dem Treppenhaus und die Inneneinrichtung, wie Bürgermeister Rudolf Fluck auf Anfrage unserer Redaktion beschreibt. Auch am Essbereich für die Kinder, der „kleinen Mensa“ wie er sie nennt, wird noch gearbeitet.

Aufgrund der nun größeren Anzahl an Gruppen, für die durch den Anbau Platz gewonnen wird, wird auch noch der Bewegungsraum für verschiedene Gruppen unterteilt und das Müllhaus erweitert. Mit dem selben Architektenbüro, wie auch schon beim ersten Gebäude, dem Architektenbüro Kamm, ist Fluck zufrieden und freut sich, dass das Gebäude optisch modern und passend zum Hauptgebäude ist. Dazu kommt, dass es nachhaltig sei und mit einer PV-Anlage ausgestattet werde.

Diebstahl verzögert Arbeiten

Doch auch ein paar Komplikationen gab es in den vergangenen Wochen. Vor sechs Wochen geschah etwas, womit keiner rechnen konnte: Die gesamte Elektroinstallation, also eingelagerte Stromkabel und Lichter, seien gestohlen worden. Material im Wert von 17 000 Euro. Die dafür zuständige Firma kümmere sich nun um die Neubeschaffung. Trotzdem solle der Anbau ab dem nächsten Kindergartenjahr einsatzbereit sein. „Ich wäre auch gerne früher fertig, aber wir sind auch abhängig von den Firmen. Dass sich da etwas verzögert ist völlig normal“, so Fluck.

1,3 Millionen Euro aus Zuschüssen

Insgesamt betragen die im Kostenplan festgelegten Ausgaben für das Projekt 3,4 Millionen Euro, die nach Aussage Flucks nach derzeitigem Stand sehr genau getroffen werden würden. Davon seien 1,3 Millionen Euro aus Zuschüssen.

Am meisten freue er sich, dass das Kinderhaus insgesamt mehr Platz für die Kinder und die Erzieher biete. Damit sei das Ziel erreicht. Dann habe es auch Platz für einen Bewegungsraum, und die Erzieher bekommen Raum für einen eigenen Sozial- und Teambesprechungsraum.

Einweihung des Anbaus im September

Bereits 2019 stellte der Gemeinderat bei einem Rückblick auf das Kindergartenjahr und dessen Belegung fest, dass es in der Krippe und auch im Regelkindergarten vom Platz knapp werde. Über mehrere Jahre der Untersuchung und Planung wurde im Januar 2022 der Bau durch den Gemeinderat beschlossen. Mit dem Spatenstich im Oktober 2022 wurden die Planungen dann greifbar. Nach knappen zwei Jahren soll es im kommenden September dann so weit sein, und die Kinder können den Anbau erkunden.

Es gibt auch noch Aufstock-Möglichkeiten

Und damit ist noch nicht genug. Falls es in den kommenden Jahren erneut zu Engpässen kommen sollte, besteht die Möglichkeit den Anbau aufzustocken. Somit kann der weitere Bedarf an Kindergartenplätzen abgedeckt werden.