Kater Kimba soll seinem Besitzer vor 18 Jahren entlaufen sein - nun brachte ihn die Polizei zurück nach Hause. Foto: Polizei Berlin

"Kimba" nach fast zwei Jahrezehnten wieder zu Hause. Verwahrlost bei Polizei abgegeben.

Berlin - Kläglich maunzend sitzt ein schwarzer Kater auf einem Gehweg in Berlin. Ein Passant hat Mitleid und bringt das Tier zur Polizei. Der Beginn einer schier unglaublichen Geschichte. Denn der schwarze Kater entpuppt sich als Langzeit-Vermisstenfall.

Der verwahrloste Vierbeiner wird am vergangenen Freitag bei den Beamten des Abschnitts 47 abgegeben. Das Tier trägt einen Chip, der Besitzer ist schnell ausfindig gemacht.

Doch was dann passiert, erleben die Polizisten nicht alle Tage. "Kimba", so der Name des Katers, war seinem Besitzer vor fast zwei Jahrzehnten entlaufen. Genauer gesagt, vor 18 Jahren - kurz nachdem dieser von München nach Berlin umgezogen war. "Kimbas" Herrchen, schreibt die Polizei, habe nicht mehr daran geglaubt, dass er seinen Stubentiger je wiedersehen würde.

Nach einem Besuch beim Tierarzt geht es mit "Kimba" bergauf. Der Kater hat wieder Appetit und versucht laut Polizei den Begriff "stubenrein" zu verinnerlichen. Allerdings hat "Kimbas" Herrchen zwischenzeitlich noch einen Kater. Und dieser scheint von dem neuen Mitbewohner nicht ganz so angetan zu sein. Die Beziehung der beiden Kater, formulieren es die Beamten vorsichtig, stehe noch "ganz am Anfang".

Wo sich der Ausreißer in den vergangenen 18 Jahren herumgetrieben hat, wüssten wohl auch die Polizisten gerne. Ob dieses Geheimnis je gelüftet wird? Vermutlich nicht. Doch was "Kimba" auch immer erlebt haben mag: "Es war das Abenteuer seines Lebens", sind sich die Beamten sicher.

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