Einen Erfolg auf der ganzen Linie konnten der Rotary-Club VS Mitte im Klosterhof feiern: Die Schwarzwaldkrimi-Leseshow im Klosterhof kam bestens an und für den guten Zweck klingelte die Kasse.
Der Reinerlös der Benefiz-Veranstaltung am Freitagabend mit den beiden Villinger Autoren Stefan Ummenhofer und Alexander Rieckhoff sowie den Musikern Carsten und Eric Dörr kommt der Christy-Brown-Schule in Villingen zu Gute, dem Sonderpädagogischen Bildung- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung.
Die kommissarische Leiterin Kerstin Greimel genoss den Abend mit der Aussicht auf ein Rollstuhltrampolin für den Pausenhof. „Bestellt ist es schon“, verriet sie am Krimiabend.
5000 Euro dazu gelegt
Voraussichtlich im Juni werde es unter Mithilfe der Clubmitglieder installiert, kündigte der amtierende Rotary-Präsident Thomas Schnekenburger an. Da damit das Motto „Hands on“ erfüllt sei, lege der Rotary-Distrikt 5000 Euro obenauf, versprach dessen Präsident Christian Falkenstein.
Die Rotarier machen sich das ganze Jahr über für die Schwachen der Gesellschaft stark und generieren unter anderem mit derlei Benefizveranstaltungen oder auch dem Betrieb eines Biergartens mit Livemusik bei der Schwenninger Kulturnacht die dafür notwendigen Mittel. Ständig unterstützt werden davon auch die Tafeln, die Wärmestube, die Vesperkirche, das Kids-Camp, ein Lehrlingsaustausch an der Landeshotelfachschule und eine Leseförderung an der Steppach-Grundschule.
Publikum lacht herzhaft
Das Publikum im ausverkauften Klosterhof, bestehend aus Ummenhofer-Rieckhoff-Dörr-Fans und „Neulingen“, war vom Krimi-Abend begeistert und lachte immer wieder herzhaft. Die aus den beiden letzten der insgesamt elf Krimis, „Schwarzwaldstrand“ und „Totentracht“, nicht nur gelesenen, sondern auch originell nachgespielten Buchszenen reicherte das Quartett mit eigens komponierten Liedern an, improvisierte schlagfertig und nahm sich selbst und gegenseitig auf den Arm.
Ein Wiedersehen
Die Vier sorgten für ein Wiedersehen und -hören mit dem Villinger Lehrer und Hobbyermittler Hubertus Hummel und seinem Freund, dem Journalisten Klaus Riesle, die in „Totentracht“ von Kriminalkommissar Karl-Heinz Winterhalter und der aus Berlin in ihren Heimatort zurückgekehrten Polizeibeamtin Maria Kaltenbach abgelöst werden.
Im Miteinander beider Paarungen steckt jede Menge Potenzial an menschlicher Unzulänglichkeit, sogar gegenseitiger Abneigung, aber auch treuer Freundschaft, eine Mischung wie geschaffen für die Bühne.
Zum Brüllen komisch war unter vielen anderen die Szene, in der Kommissar Winterhalter den Eheberatungstermin absagen wollte, sich aber plötzlich in intimer Situation mit seiner ungeliebten Kollegin Maria wiederfand.
Die vielen Talente
Das Schauspieltalent der Lesenden wurde vom musikalischen Vermögen der Dörr-Brüder, dem Geschick für Liedtexte von Carsten sowie der Dialektvielfalt von Eric Dörr, der auch als Elsässer und Italiener durchging, gekrönt.
Der nächste Krimi?
Auf die Frage nach einem neuen Buch winkte Alexander Rieckhoff am Rande der Veranstaltung erst einmal ab. „Wir haben Ideen, aber noch nichts geschrieben“, gab er zu. Vor 2025 werde es keine neue Ausgabe eines Schwarzwaldkrimis geben.