Im September gab es einen Ansturm auf das KfW-Programm für Eigenheimbesitzer mit Elektroauto und Photovoltaikanlage – jetzt ist die Förderung Geschichte.
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat das Förderprogramm „Solarstrom für E-Autos“ ersatzlos gestrichen. Eigentlich war vom Bundesverkehrsministerium angedacht, dass in diesem Jahr noch 200 Millionen Euro Fördergeld für Solaranlagen in Verbindung mit Wallboxen für Elektroautos verteilt werden. Wegen der allgemeinen Haushaltskrise setzt das Haus vom zuständigen Minister Volker Wissing (FDP) jetzt den Rotstift an.
Auf der Internetseite der KfW erfahren Interessierte dieser Tage von der Kürzung: „Neue Anträge können nicht mehr gestellt werden“, heißt es dort. Wie groß das Interesse an der Förderung sein dürfte, zeigte sich im vergangenen September: In weniger als 24 Stunden waren die für 2023 verfügbaren 300 Millionen Euro aus dem Programm ausgeschöpft. Zeitweise war das Kundenportal der Förderbank wegen des Ansturms überlastet.
Bis zu 10 200 Euro für E-Auto-Fahrer
Wer zum Zug kam, konnte sich über einen Investitionszuschuss von bis zu 10 200 Euro freuen, gedacht für Eigentümerinnen und Eigentümer, die ein Elektroauto kaufen sowie eine Ladestation dafür in Kombination mit einer Photovoltaikanlage und einem Solarstromspeicher installieren wollten. Je nach Anlage und Installationskosten entsprach das einer Förderung von bis zu 40 Prozent.
Rund 33 000 Anträge wurden im vergangenen Jahr bewilligt, berichtet KfW-Sprecher Wolfram Schweickhardt. Mit dem ursprünglich für 2024 geplanten Budget hätten seinen Schätzungen zufolge im laufenden Jahr noch etwa 20 000 bis 22 000 Zusagen für Förderungen erteilt werden können.
Kritik am Solarprogramm für E-Auto-Fahrer
Nutznießer waren in der Vergangenheit Eigentümer selbst genutzter Wohngebäude, die ein Elektroauto besitzen oder eines bestellt haben. Kritiker beklagten, dass die Förderung nur auf Wohlhabende zielte, die ein selbst genutztes Eigenheim hätten, sich ein neues E-Auto sowie eine PV mit Heimspeicher leisten könnten.
Im Detail gab es für die Ladestation 600 Euro pauschal und 1200 Euro bei bidirektionaler Ladefähigkeit, sodass das E-Auto überschüssigen Strom bei Bedarf abgeben und das Stromnetz entlasten kann. Ferner gab es für die PV-Anlage 600 Euro pro Kilowatt-Peak Spitzenleistung (maximal 6000 Euro) und für den Stromspeicher 600 Euro pro Kilowattstunden nutzbarer Speicherkapazität (maximal 3000 Euro).