Mustafa Ünal war nach Spielende erleichtert. Foto: Kara

Nach 90 intensiven Minuten siegten die Stuttgarter Kickers in Balingen mit 2:1. Während der Gästecoach der TSG Respekt zollt, hat auch Murat Isik positive Worte für sein Team.

Während der Partie waren beide Trainer an der Seitenlinie mit vollem Engagement dabei – und in manchen Situationen nicht der selben Meinung. Auf der Pressekonferenz hingegen waren die Emotionen schon heruntergekocht und Murat Isik und Mustafa Ünal sich auch weitestgehend einig.

 

Rekordkulisse in Balingen

Beide Trainer sprachen zunächst die tolle Kulisse – welche Saisonrekord für die Balinger bedeutete - an. Ünal meinte: „Das war wirklich ein toller und würdiger Rahmen für dieses Spiel.“ Isik bedankte sich stellvertretend für seine Mannschaft bei allen Helfern und Ehrenamtlichen die im rund um das Spiel am Samstag im Einsatz waren.

Sportlich betrachtet sah der Gästecoach ein Spiel „in dem richtig Feuer drin war. Die Teams haben sich nichts geschenkt und uns wurde alles abverlangt“. Er lobte: „Balingen hat das sehr gut gemacht. Man sieht einen sehr klaren Plan in ihrem Spiel. Es hat sich angefühlt, wie wenn sie sehr befreit aufgespielt hätten. Hier wird es noch sehr schwer für die Gästeteams zu gewinnen.“

Ünal lobt die Mentalität

An der Leistung seiner Mannschaft gefiel ihm speziell die Mentalität, zumal „wir spielerisch nicht gut ins Spiel gekommen sind“. „So ein Spiel kann man dann nur gewinnen, wenn man voll als Mannschaft auftritt. Es hätte sich niemand über ein 1:1 beschweren können, umso glücklicher und erleichterter sind wir über die drei Punkte. Es war dann irgendwann nur noch Wille und Kampf von unserer Seite“, so Ünal. Seine Mannschaft hat nun sieben Punkte Vorsprung auf den 2. Platz.

Isik sah „vielleicht sogar das beste von den drei bisherigen Spielen“ seit er im Amt ist. Er bilanzierte: „Ich bin keinesfalls enttäuscht. Wir waren sehr mutig und hatten teilweise überragende Ballbesitzphasen.“ In der Tat kombinierten sich die Hausherren immer wieder aus dem Pressing der Stuttgarter Kickers heraus.

„Mit einer etwas besseren Entscheidungsfindung wäre vorne noch mehr möglich gewesen, wir hatten aber auch Pech mit dem Pfosten. Im großen und ganzen kann ich der Mannschaft nur zu dieser Leistung gratulieren. Ich ziehe den Hut wie sie heute aufgetreten ist“, so Isik.

Erst Walldorf dann Aalen

Lobende Worte hatte er aber auch für die Kickers parat. So gab er zu Protokoll: „Sie haben eine unglaubliche Wucht und sind sehr präsent. Wenn man aus fast keiner Chance zwei Tore macht, ist das einfach eine Qualität.“ Kommende Woche ist die TSG dann erst am Sonntag in Walldorf gefordert, ehe es am 23. März gegen den VfR Aalen zum nächsten Heimspiel kommt.