Die Feuerwehr versucht zu retten, was zu retten ist. Doch bereits bei der Anfahrt steht der Bauernhof in Vollbrand. Foto: Roland Sprich

Ein Raub der Flammen wurde Donnerstagfrüh ein Bauernhof samt Scheune im Erlenmoos bei Langenschiltach. Die Einsatzkräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Die Wasserversorgung für die Löscharbeiten war eine Herausforderung.

Der Bauernhof sei „offensichtlich schon längere Zeit nicht mehr bewohnt“ gewesen, so der Kenntnisstand der Polizei. Was genau die Ursache für den Brand war, ermitteln die Beamten noch.

 

Der Eigentümer habe versichert, dass das ganze Gebäude stromlos gewesen und die Sicherungen abgeschaltet gewesen seien, so Polizeipressesprecher Dieter Popp.

Es sei jedoch nicht auszuschließen, dass es einen technischen Defekt bei den Stromzuleitungen gegeben habe. Hinweise auf eine Brandstiftung hätten sich bislang nicht ergeben.

Für die Anwohner war es ein Schrecken am frühen Donnerstagmorgen. Eine von ihnen habe den Brand entdeckt und die Rettungskräfte gegen 4.45 Uhr alarmiert. Vor Ort waren 70 Einsatzkräfte mit 14 Fahrzeugen.

Wasserversorgung für Löscharbeiten eine Herausforderung

Kommandant Christoph Kleiner leitete den Einsatz der Feuerwehrabteilungen Langenschiltach und St. Georgen. Als Herausforderung beschreibt er die Wasserversorgung für die Löscharbeiten. In solch einem Außenbereich gebe es „keine überdimensionierte Wasserversorgung“. Deshalb habe man in der Erstphase nicht so viel Wasser gehabt, wie man es gerne gehabt hätte. Aber es habe ausgereicht, den etwa zehn Meter entfernten Schopf und angrenzenden Wald zu schützen. Erst mit dem Anstauen eines Bachs habe dann ausreichend Wasser für einen umfassenden Löschangriff zu Verfügung gestanden.

Die Feuerwehr im Löschangriff Foto: Roland Sprich

Das Feuer war bis zur Alarmierung bereits weit fortgeschritten. Schon bei der Anfahrt ist laut Kleiner erkennbar gewesen, dass sich das Gebäude „in Vollbrand“ befand. Polizeisprecher Popp merkt an, dass trotz der durchgeführten Löschmaßnahmen nicht verhindert werden konnte, „dass die angrenzende Scheune, in welcher sich ältere landwirtschaftliche Anhänger und Gerätschaften befanden, vollständig durch das Feuer zerstört wurde. Am leerstehenden Wohnhaus des Anwesens brannte der Dachstuhl vollständig aus, sodass das Gebäude vermutlich einsturzgefährdet und nicht mehr bewohnbar ist.“ Gegen 7.30 Uhr habe die Feuerwehr den Brand gelöscht.

Brandwache bleibt vor Ort

Wobei Feuerwehrkommandant Kleiner ergänzt, dass auch in den folgenden Stunden eine Brandwache vor Ort war, um auf Glutnester reagieren zu können. Der am Brandobjekt entstandene Sachschaden beläuft sich nach erster Schätzung der Polizei auf etwa 200 000 bis 250 000 Euro. „Personen kamen nicht zu Schaden“, betont Popp. Für die beiden angrenzenden Höfe – der Philippenhof und der Hägenlochhof seien jeweils schätzungsweise 250 Meter vom abgebrannten Hof entfernt – habe keine Gefahr bestanden.

Eine Anwohnerin hat den Brand des angrenzenden Bauernhofs fotografiert. Foto: Roswitha Schultheiß

Ein Schrecken war es für sie allemal. Eine Anwohnerin ließ unserer Redaktion ein Foto zukommen, dass sie von dem Geschehen gemacht hatte. Darauf färben die hoch schlagenden Flammen die nächtliche Szenerie in helle und rötliche Töne.