Panthers-Point Guard Ivan Mikulic (rechts) möchte gegen Leverkusen seine ansteigende Form beweisen. Foto: Michael Kienzler Foto: Schwarzwälder Bote

Basketball: Panthers zu Gast beim Rekordmeister / Velcic warnt vor vielseitiger Offense

Nach zuletzt drei Siegen in Folge treten die wiha Panthers Schwenningen am Samstag (19.30 Uhr) in der ProA beim deutschen Basketball-Rekordmeister Bayer Giants Leverkusen an. Mit einem Erfolg bei einem unmittelbaren Konkurrenten wollen die Gäste einen weiteren Schritt in Richtung Playoffs schaffen.

Mit Rückenwind

Der souveräne 82:67-Heimsieg über die MLP Academics Heidelberg zuletzt war für die Panthers ein Beweis dafür, dass sich die harte Arbeit in den vergangenen Trainingswochen auszahlt. Erstmals in dieser Saison gelang es dem Team von Trainer Alen Velcic, über weite Strecken des zweiten und dritten Viertels sogar zu dominieren. Ähnlich wie in der vergangenen Spielzeit schicken sich die Schwarzwälder wieder an, das Feld der ProA von hinten aufzurollen.

Gegen Leverkusen wollen die Schwenninger ihre Siegesserie nun ausbauen. Im Hinspiel gelang der Mannschaft von Alen Velcic im Schlussspurt ein knapper 85:80-Heimerfolg. Seither haben sich die beiden Aufsteiger aus dem Jahr 2019 bestens in der ProA etabliert und sich die Playoff-Teilnahme als Ziel gesetzt. Aktuell belegen die Bayer Giants Leverkusen mit einer Bilanz von 9:8 Siegen den begehrten achten Platz – die Panthers stehen mit zehn Siegen auf Rang vier.

Heimstarkes Team

Die heimische Ostermann-Arena hat die Mannschaft von Trainer Hansi Gnad in der aktuellen Saison zu einer Festung gemacht. Mit acht Siegen aus neun Partien zählen die Bayer Giants zu den heimstärksten Mannschaften der Liga. Auswärts hingegen zeigten die Farbenstädter ein anderes Gesicht und konnten bislang nur einen Sieg einfahren. Die letzten beiden Partien stehen symptomatisch für diesen Trend. Nach dem umjubelten Heimsieg gegen Spitzenreiter Rostock kassierten die Leverkusener zuletzt eine bittere Auswärtsniederlage in Paderborn. Dabei verspielten die Riesen eine zwischenzeitliche 16-Punkte-Führung und unterlagen den Uni Baskets am Ende deutlich in der Verlängerung mit 93:101.

In der Offense geben bei den Bayer Giants mit Haris Hujic und JJ Mann zwei starke Schützen den Ton an. Beide treffen ihre Dreipunktewürfe hochprozentig (Hujic mit 40,4 Prozent – Mann mit 39 Prozent. Sie erzielen durchschnittlich jeweils 16,1 Zähler. Mit Grant Dressler und Sheldon Eberhardt stehen zwei weitere starke Werfer im Team. Auf der Center-Positionen verfügen die Giants mit Dennis Heinzmann, Eddy Edigin und Ex-Panther Marko Bacak über die stärkste Rotation der Liga.

Karlsruhe-Spiel verschoben

"Wir müssen in Leverkusen sowohl auf die guten Schützen als auch die starken Inside-Spieler der Giants aufpassen", analysiert Panthers-Trainer Alen Velcic. "Das Hinspiel haben wir mit unserer Intensität und mit Kampf gewonnen. Jetzt sind wir in unserer Entwicklung viel weiter und können auch mit unserer spielerischen Klasse dagegenhalten. Wenn wir an die Leistung aus dem Spiel gegen Heidelberg anknüpfen können, sollten wir auch in Leverkusen in der Lage sein, stark aufzuspielen."

Das nächste Heimspiel der wiha Panthers wurde derweil um einen Tag verschoben und findet nun am Samstag, 20. Februar, um 18 Uhr statt. Dann gastiert mit den PS Karlsruhe Lions ein alter Rivale aus Regionalliga-Zeiten in der Deutenberghalle.

n  Bayer Giants LeverkusenLeverkusens Coach Hansi Gnad spricht mit viel Respekt von den Panthers: "Schwenningen ist eine der Überraschungen in der aktuellen Spielzeit. Das Team steht aktuell mehr als verdient so gut in der Tabelle da. Sie treten gegen die vermeintlichen Topteams gut auf und machen diesen das Leben unheimlich schwer. Wir wollen natürlich unsere Heimstärke gegen sie ausspielen." Die Messlatte ist bei den Rheinländern in ihrer zweiten Saison in der ProA hoch aufgelegt. Den fünften Vorjahresplatz wollen sie in dieser Hauptrunde wiederholen und dann auch in den Play-offs möglichst weit kommen. Der frühere Nationalspieler Hansi Gnad steht dafür, ein Team mittelfristig erfolgreich formen zu können.

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