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Basketball Schwenninger stark bei Dreiern

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Die wiha Panthers Schwenningen sorgten in den Play-offs der ProB für den nächsten unvergeßlichen Abend. Mit einem starken 100:82-Sieg im zweiten Halbfinal-Duell gegen Münster in der ausverkauften Deutenberghalle glichen die Neckarstädter die Serie ("Modus "Best of 3") mit 1:1 aus.

Panthers: Sergey Tsvetkov (15 Punkte/17:26 Minuten Einsatzzeit), Mo Braimoh (0/4:19), Anell Alexis (/7/9:32), Boyko Pangarov (0/2:29), Kosta Karamatskos (14/31:00), Rasheed Moore (15/19:02), Leon Friederici (7/17:02), Darius Pakamanis (15/20:21), Hannes Osterwalder (3/22:40), Abu Abaker (0/9:00), Seid Hajric (4/16:50).

Beste Scorer bei Münster: Malcom Delpeche (22/25:23), Jo Cooper (16/28:58), Alex Goolsby (11/20:45).

Zweier-Wurf-Quote: 65:49 Prozent.

Dreier-Quote: 47:37 Prozent.

Rebounds: 30:34.

Turnovers: 11:18.

Steals: 10:6.

Fouls: 20:24.

Alen Velcic, Panthers-Coach: "Ich habe ja immer gesagt, dass wir das dritte Spiel in dieser Halbfinal-Serie schaffen können. Ich glaube schon, dass es am kommenden Samstag ein gewichtiger Faktor sein kann, dass diese Niederlage in den Köpfen bei Münster nun drin ist. Wir haben ihnen gezeigt, dass sie nicht unschlagbar sind. Vor allem drei Faktoren waren heute für unseren Erfolg ausschlaggebend: Wir haben in der zweiten Halbzeit besser verteidigt als im ersten Durchgang. Wir trafen mit 47 Prozent gut von außen und jeder hat sich sich bei uns hundertprozentig eingebracht."

Philipp Kappenstein, Trainer Münster: "Gratulation an Schwenningen. Sie haben uns mit ihrer Intensität und Effektivität im dritten Viertel den Schneid abgekauft. Aber wir freuen uns sehr auf das dritte Spiel. Bei uns werden dann die Emotionen zwischen beiden Teams weiter hochkochen."

Kosta Karamatskos, Panthers-Kapitän: "Es war einfach Bombe, was wir abgeliefert haben. Ich war mir aber in den Tagen zuvor auch ziemlich sicher, dass wir dieses Spiel für uns entscheiden, denn wir können mit Drucksituationen in den Play-offs gut umgehen. Jeder war heute auf dem Feld für den anderen da."

Hannes Osterwalder, Panthers-Spieler: "Unser drittes Viertel war einfach unglaublich. Dieses Ergebnis ist schon eine richtige Ansage für das dritte Spiel."

Das dritte und entscheidende Spiel um den Finaleinzug gegen Bayer Leverkusen (Hin- und Rückspiel) findet am Samstag (19.30 Uhr) in Münster statt.

Panthers-Coach Alen Velcic hatte also Recht behalten. Vor einer Woche bei der Niederlage der Schwenninger in Münster im ersten Halbfinal-Duell drohte er dem dortigen Publikum in der Pressekonferenz freundlich an, "dass wir am 27. April zum dritten Spiel wiederkommen". Dies ist nun der Fall. Die bisher starke Serie der Münsteraner mit 14 Siegen in Folge wurde in der Deutenberghalle gestoppt.

Die Schwenninger zeigten am Ostersamstag bei ihrem überraschend deutlichen 100:82-Sieg gegen Münster eine ihrer besten Saisonleistungen. Dabei waren die Panthers mit einem großen Handicap ins Spiel gegangen. Top-Scorer Rasheed Moore hatte sich zwei Finger beim Abschlusstraining am Karfreitag verstaucht. Doch in seinen 19 Minuten Einsatzzeit biss sich Moore – ausgestattet mit einem Tapeverband an der Hand – durch, leistete wertvolle Arbeit für sein Team unter den Körben und verbuchte immerhin noch 15 Punkte.

Die clever durchdachte Startformation von Coach Alen Velcic mit seinen drei "Arbeitern" Hannes Osterwalder, Darius Pakamanis und Sergey Tsvetkov neben Bill Borekambi und Kapitän Kosta Karamatskos bildete eines von vielen Mosaiksteinchen des erfolgreichen Schwenninger Abends. "Ich wollte mit dieser Startformation auch das Zeichen setzen, dass alle Spieler viel Verantwortung heute übernehmen müssen", begründete der Panthers-Coach seine Personalstrategie in der Anfangsphase. Dazu glänzte Alen Velcic insgesamt während der 40 Minuten mit einer klugen Rotation.

Auch wenn die Schwenninger Startformation auf Anhieb gut funktionierte, zeigte Münster in der ersten Halbzeit noch sein Können. Besonsers Jo Cooper (16 Punkte) und der athletisch starke Malcom Delpeche (22) stellten die Defense der Gastgeber in den ersten 20 Minuten mit ihrem Pick-and-Roll-Angriffssystem noch vor einige Probleme. Die Partie verlief bis zum Seitenwechsel (48:48) deshalb ausgeglichen.

Die zehn Minuten der Panthers nach dem Wiederbeginn brachten die sowieso schon warme Deutenberghalle dann jedoch zum Kochen. Mit einem 35:17-.Lauf in diesem Viertel spielten sich die Schwenninger praktisch in einen Rausch und brachten das Spiel immer mehr auf ihre Seite.

In den ersten sechs Minuten des dritten Viertels schafften zum Beispiel Kosta Karamatskos (2), Rasheed Moore (1) und Darius Pakamanis (1) insgesamt vier Dreier für die Gastgeber. Fast jeder Wurf von Bill Borekambi und Co. saß in dieser Phase.

Münster-Coach Philipp Kappenstein verfolgte im dritten Abschnitt auf seinem Stuhl – ziemlich ratlos – wie sein Team von den Hausherren spielerisch regelrecht auseinandergenommen wurde. Dabei hatte Kappenstein seine Spieler bereits im Vorfeld dieser zweiten Halbfinal-Partie davor gewarnt, "dass wir es unbedingt verhindern müssen, dass sich Schwenningen mit seinen Fans im Rücken in einen Rausch spielt". Sein Team fand aber auf entfesselt spielende Schwenninger in diesem dritten Abschnitt keine Antwort mehr. Mit 83:65 führten die Panthers – vorentscheidend – vor dem letzten Viertel.

In der 38. Minute knackte Anell Alexis mit einem Zweier die 100er-Marke Am Ende stand ein toller 100:82-Sieg, der den Panthers für das dritte Spiel noch mehr Selbstvertrauen schenkt.

Dazu war auch die breite Punkteverteilung bei den Panthers an diesem Abend bemerkenswert: Mit Sergey Tsvetkov (15), Bill Borekambi (20), dem starken Kosta Karamatskos (14), Rasheed Moore (15) und Darius Pakamanis (15) lagen am Ende gleich fünf Schwenninger Akteure im zweistelligen Bereich.

3000 Zuschauer werden nun am Samstag in Münster das dritte und entscheidende Halbfinal-Duell erleben.

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