Auf dem Schönberghof bei Rosenfeld werden verschiedene Dinkel-Sorten ökologisch angebaut. Foto: Privat Foto: Schwarzwälder Bote

Ernährung: Ökologisch wirtschaftende Landwirte informieren sich auf dem Rosenfelder Schönberghof über Demeter-Anbau

Alles Dinkel oder was? Rund ein Dutzend ökologisch wirtschaftende Landwirte aus dem Zollernalbkreis trafen sich auf dem nach den Richtlinien des Demeter-Verbands bewirtschafteten Schönberghof von Manfred Kränzler bei Rosenfeld, um die von ihm angebauten Dinkelsorten zu besichtigten.

Zollernalbkreis. Dinkel ist nicht gleich Dinkel. Die verschiedenen Sorten unterscheiden sich in der Backfähigkeit, dem Ertrag und der Krankheitstoleranz. Von den Bäckereien wird vor allem die Sorte Oberkulmer Rotkorn nachgefragt. Dies ist eine alte und rotkernige Sorte. Der Oberkulmer Rotkorn wurde von der Süd-West-Saat gezüchtet und unter anderem auf dem Seehof in Haigerloch unter regionalen Bedingungen vermehrt.

Albertino und Serpentin

Mit dem Anbauversuch zu verschiedenen Dinkel-Sorten auf dem Schönberghof sollen speziell für den ökologischen Landbau Alternativen zu den gängigen Sorten gezeigt werden.

So werden von Manfred Kränzler versuchsweise sechs weitere Sorten, die so klangvolle Namen wie Raisa, Altbertino oder Serpentin haben, angebaut. Die Sorten stammen alle aus ökologischer Züchtung, die meisten davon aus der Saatzucht von Peter Kunz in der Schweiz. Einige Sorten sind hinsichtlich der Backqualität und der Krankheitsresistenz vielversprechend.

Besonders die Resistenz gegenüber Krankheiten spielt unter ökologischen Anbaubedingungen eine wichtige Rolle. Kränzler beobachtet auf dem Schönberghof, wie sich diese Sorten in der Balinger und Rosenfelder Raumschaft entwickeln, da der Standort einen wichtigen Einflussfaktor darstellt.

Die Teilnehmer der Veranstaltung diskutierten über die Sorten und waren sich einig, dass es gut wäre, wenn noch mehr Landwirte in Eigenregie standortangepasste Versuche machen würden. Diese könnten die Sortenversuche des Landes in Ochsenhausen oder Maßhalderbuch auf der Schwäbischen Alb ergänzen. Allerdings herrschte auch Einigkeit darüber, dass solche Anbauversuche zeitaufwendig und teuer sind.

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