Ein Bus des Stadtverkehrs fährt durch die Zeppelinstraße in Balingen. Foto: Maier Foto: Schwarzwälder Bote

Verkehr: Ausschuss diskutiert über einheitlichen Stadttarif / Einführung mit Mindereinnahmen verbunden

Balingen. Mit der Einführung eines einheitlichen Stadtverkehrstarifs beschäftigt sich der Verwaltungsausschuss in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 15. Juni, in der Stadthalle. Die Stadtverwaltung spricht sich dafür aus, diesen zum 1. Januar 2022 einzuführen.

Sie weist in den entsprechenden Unterlagen, mit deren Ausarbeitung sie nach der Einführung des neuen Stadtverkehrskonzepts Ende 2020 vom Gemeinderat beauftragt worden war, darauf hin, dass der Stadttarif derzeit nur für die Kernstadt sowie die Stadtteile Heselwangen und Schmiden gelte. Dieser solle nun auf alle Bus- und Bahnstrecken im Stadtgebiet und für das gesamt relevante Fahrscheinsortiment gelten.

Die Verwaltung geht davon aus, dass mit der Einführung Einnahmen in der Höhe von rund 160 000 fehlten. Dieser Betrag müsste dem Verkehrsverbund naldo erstattet werden. Die Mindereinnahmen für die Stadt würden sich aber um 85 000 Euro verringern, denn der Landkreis habe angeboten, diesen Pauschalbetrag zu übernehmen, weil durch die Reduzierung der Preise für Schülermonatskarten auch dessen Aufwendungen geringer würden.

Die Verwaltung hatte auch den Auftrag bekommen, eine Anpassung des Stadtverkehrstarifs auf alle Linien und Fahrten im Stadtgebiet unter der Prämisse zu untersuchen, dass keine weiteren zusätzlichen Kosten entstehen. Sie kommt zum Ergebnis, dass eine kostenneutrale Anpassung des Stadttarifs Balingen aufgrund der Tarifstrukturen im Verkehrsverbund naldo nicht möglich sei. Es müsste daher ein zusätzlicher Stadttarif-Typ eingeführt werden, wofür aber die "explizite" Zustimmung der naldo-Gesellschafter erforderlich sei. Der Verkehrsverbund habe darauf verwiesen, dass sich der Aufwand sowohl für die Einführung als auf für die dauerhafte Tarifpflege deutlich erhöhen würde.

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