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Balingen Kleinbach berichtet von "Wüste"-Funden

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Funde aus dem Engstlatter Ried: Bis heute kommen Übereste des früheren "Wüste"-Werks ans Tageslicht. Karl Kleinbach spricht darüber am 11. Oktober in Balingen. Foto: Privat Foto: Schwarzwälder Bote

Balingen. Mit einem Vortrag von Karl Kleinbach beginnt am Donnerstag, 11. Oktober, die neue Vortragsreihe des Balinger Stadtarchivs. Unter der Titel "Aufgeworfen und untergepflügt: Erkundungen im Geländegedächtnis" berichtet Kleinbach über Funde, die auf dem Gelände des früheren "Wüste"-Werks im Engstlatter Ried gemacht wurden und werden. Beginn des Vortrags ist um 19 Uhr in der Zehntscheuer, alle Interessierten sind dazu willkommmen.

In Engstlatt wurde im Ried im Sommer 1944 durch die Nationalsozialisten mit dem Bau des "Wüste"-Werks 3 begonnen. Das Schieferölwerk erstreckte sich auf einer Fläche von 19 Hektar. Das Schiefergestein sollte im Tagebau erschlossen werden um daraus im Schwelverfahren Öl zu gewinnen. Für den Aufbau der Industrieanlage wurden Häftlinge des Bisinger Konzentrationslagers eingesetzt.

Von dieser Anlage ist heute nur noch ein Backsteinbau sichtbar. Allerdings kommen durch landwirtschaftliche Bearbeitung bis heute immer wieder zahlreiche Kleinfunde dieser Anlage ans Tageslicht.

Seit 2015 sammelt und dokumentiert Karl Kleinbach solche sogenannten Pflugfunde. Wie lassen sich solche Funde auswerten und interpretieren? Lassen sich darüber neue Einsichten über Ausbeutung, Vernichtung und die Ordnung des Terrors durch das NS-Regime gewinnen? Wie können solche Bodenfunde die Methoden zeitgeschichtlicher Forschung mit Archivdokumenten und Zeitzeugen ergänzen? Über diese Fragen und mehr informiert Kleinbach an dem Vortragsabend.

Karl Kleinbach studierte Kulturwissenschaften, Philosophie und Pädagogik. Er war Hochschullehrer an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg im Bereich Sonderpädagogik. Neben seiner Tätigkeit im Arbeitskreis "Wüste" Balingen ist Kleinbach Vorstandsmitglied im Gedenkstättenverein KZ Bisingen sowie bei der Gedenkstätte Grafeneck. Zu seinen Aktivitäten gehören außerdem Forschungsprojekte und Lehrveranstaltungen zu Bildungsangeboten in Museen, unter anderem im Stuttgarter Haus der Geschichte sowie im Heimatmuseum Reutlingen und im Spendhaus Reutlingen.

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