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Balingen Inselstraße wird für Gartenschau aufgehübscht

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Die Stadträte schauen sich die Situation am Feuerwehrgerätehaus an. Dabei wurde deutlich, dass der dort in der Böschung angedachte Weg zum Wasserfall der Steinach im Vergleich zur Wegeführung über die Bad- und die südliche Inselstraße finanziell nicht nur die teurere, sondern mit Blick auf die Stadtentwicklung auch die schlechtere Variante ist. Foto: Luppold

Balingen - Für den südlichen Abschluss oder, je nach Blickrichtung, den Beginn des Gartenschaugeländes in Balingen ist am Mittwoch eine Lösung in Sachen Wegeführung gefunden worden. Die Mitglieder des Gartenschauausschusses haben sich nach einem Termin vor Ort einstimmig dafür ausgesprochen, nicht den ursprünglich geplanten Weg in der Böschung der Steinach am Feuerwehrgerätehaus vorbei in Richtung Wasserfall zu bauen, sondern Fußgänger und Radfahrer über die Bad- und die Inselstraße marschieren und rollen zu lassen.

Der Kreuzungsbereich Bad-/Inselstraße sowie die Inselstraße bis hinter den Wasserfall, wo ein neuer Fußgängersteg angelegt wird, sollen dazu hübsch hergerichtet und zumindest während des Gartenschaujahrs 2023, höchst wahrscheinlich aber auch darüber hinaus als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen werden. Eindringlich dafür plädierten Wolfgang Hallabrin und Werner Jessen (Freie Wähler). Die Details dazu legt der Gemeinderat nach Angaben von Oberbürgermeister Helmut Reitemann im Herbst fest, wenn das Verkehrskonzept für die Gartenschau zur Debatte steht.

Für diese Variante sprachen sich Vertreter aller Fraktionen aus, nachdem sie die Situation vor der Sitzung vor Ort in Augenschein genommen hatten. Die Wegeführung über die Inselstraße zum Wasserfall biete städtebaulich auf lange Sicht den größeren Mehrwert, weil so die auch die etwas brachliegende Straße und der dortige Fahrradweg aufgewertet werden könnten. So entstehe von der Innenstadt her ein "zusammenhängendes schönes Ensemble", sagte Georg Seeg (SPD), der sich in den vergangenen Sitzungen als einziger Stadtrat für den Böschungsweg entlang der Feuerwehr ausgesprochen hatte. Davon rückte er nach dem Termin vor Ort ab. Gegen den Weg am Gerätehaus vorbei sprachen zudem die wegen der technischen Komplexität hohen Kosten – geschätzt 830 000 Euro. Für die Neugestaltung des Bereichs vor dem Südbahnhof und des weiteren Verlaufs der Inselstraße wird im Vergleich deutlich weniger Geld benötigt.

Am Viehmarktplatz scheiden sich die Geister

Allerdings gibt es gleich Ideen, wo an anderer Stelle noch etwas gemacht werden könnte: Die Grünen um Fraktionssprecherin Sevgi Turan-Rosteck regten an, den Viehmarktplatz, in Richtung Innenstadt ebenfalls an der Inselstraße gelegen, für die Gartenschau aufzuhübschen. Nach einer ersten groben Schätzung wären dafür rund 300.000 Euro notwendig. Für diese Idee sprach sich Ingrid Helber (FDP) aus, dagegen etwa Klaus Hahn (CDU) und Werner Jessen: Sie meinten, dass der Viehmarktplatz gut dastehe und, abgesehen von kleineren Eingriffen wie etwa an den Betonpollern, nicht grundlegend neu hergerichtet werden müsse. Das Bauamt werde, sagte OB Reitemann zu, einen Vorschlag mit unterschiedlich teuren "Ausbaustufen" erarbeiten; ob und wenn ja was genau am Viehrmarktplatz gemacht werde, solle der Gemeinderat dann später entscheiden.

Der Viehmarktplatz könnte bis zur Gartenschau noch eine deutlich prominentere Rolle spielen als bisher gedacht: Wenn die Volksbank Hohenzollern-Balingen ihr Neubauprojekt an der Torbrücke nicht wie eigentlich geplant bis zur Gartenschau fertigstellt – in dieser Woche steht zunächst einmal die Entscheidung im Architektenwettbewerb an – dann stünde der Fußweg von der Torbrücke zum Rappenturm recht wahrscheinlich nicht zur Verfügung. Stattdessen könnten Balinger und Gartenschaubesucher dann über den Viehmarktplatz an die Steinach gelangen.

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