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Balingen Ihre Texte entstehen an ganz ungewöhnlichen Orten

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Die Balinger Nachwuchsautorin Mercedes Mader will bald einen neuen Roman verfassen. Foto: Privat

Balingen - Ihr erstes Buch endlich in den eigenen Händen zu halten, war für Mercedes Mader ein unfassbares Gefühl: "Seit diesem Moment bin ich hungrig danach, mehr zu schreiben", erzählt die junge Autorin motiviert.

Das war im April dieses Jahres, und satt hat die Balingerin das Schreiben tatsächlich nicht: Vor wenigen Wochen veröffentlichte sie ihr zweites Werk.

"Es war schon immer mein größter Traum, irgendwann einmal mein eigenes Buch in einer Buchhandlung stehen zu sehen", erzählt die aus Balingen stammende Autorin Mercedes Mader. Ganz so war es jedoch nicht: Mader verlegt ihre Bücher selbst über das Internet. Da sie neben ihrem Philosophie- und Anglistikstudium im redaktionellen Bereich arbeitet, hat sie einige Freunde und Bekannte, die ihre Werke lektorieren können. Ihr erstes fertiges Buch stand deshalb nicht in einem Laden, sondern wurde ihr zugeschickt: "Ich hatte Herzklopfen und konnte nicht aufhören, es anzufassen und durchzublättern. Ich dachte nur: Okay, die PDF-Datei, in der mein Text stand, ist jetzt ein echtes Buch", erzählt die 26-Jährige und lacht.

Geschrieben hat die Wahl-Berlinerin ihre Bücher nicht an ihrem Schreibtisch, wie man vielleicht denken könnte: "Sondern in einem Möbelhaus. Ich weiß nicht warum, aber wenn ich dort im Restaurant sitze, kann ich mich richtig gut konzentrieren", erklärt Mader. Das ist jedoch nicht der einzige außergewöhnliche Ort, an dem die Autorin in ihren Schreibfluss kommt: Vor allem in Zügen oder der S-Bahn kann die 26-jährige für mehrere Stunden in ihre eigene Welt abtauchen: "Wenn die Landschaft so an mir vorbei zieht, ist es, wie wenn mir die Sätze einfach zufliegen würden. Ich weiß nicht, woher die dann plötzlich kommen", so Mader. Dort könne sie mehrere Stunden schreiben, ohne mal aufzublicken oder gar aufzustehen.

Inspirieren lässt sie sich dabei von ihren eigenen Gefühlen oder bestimmten Impulsen: "Manchmal ist es ein Film oder eine Serie, die ich sehe, manchmal ein Bild. Das ist völlig unterschiedlich: Ich sehe irgendetwas, und dann schießt mir eine Idee durch den Kopf." Am liebsten schreibe sie über den Verlust oder auch die Frage: "Was wäre, wenn?" Dabei bestünden ihre Geschichten immer aus einer Vermengung von Realität und Fiktion.

Ihr erstes Werk, "Why We Are Here" (Warum wir hier sind), schrieb Mader komplett auf Englisch: "Das habe ich gemacht, weil es mir viel leichter fällt, denn alle kreativen oder künstlerischen Aspekte meines Alltags finden auf Englisch statt." Da sie Englisch studiere, lese sie viele Bücher in dieser Sprache und schreibe ihre ganzen Hausarbeiten und sogar ihre Bachelorarbeit auf Englisch.

Ihr zweites Buch "Die Astronautin und der Taucher" verfasste die Autorin auf Deutsch: "Das Manuskript war anfangs auch auf Englisch, aber weil ich an einem Wettbewerb teilnehme und der Text dafür auf Deutsch sein muss, habe ich es noch schnell übersetzt und anschließend nochmal komplett überarbeitet", erklärt sie.

In welcher Sprache die Nachwuchsautorin künftig ihre Werke schreiben wird, hält sie sich offen. Fest steht aber, dass sie bis nächstes Jahr einen neuen Roman verfassen will, der auch etwas länger werden soll.

Welche Handlung dieser haben wird, weiß Mader noch nicht. Dazu müsse sie sich noch inspirieren lassen: "Und auch wenn ich dann die ersten Ideen für ein Buch habe und anfange zu schreiben, heißt das noch lange nicht, dass ich auch schon weiß, wie es endet. Das ist auch für mich jedes Mal eine große Überraschung."

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