Lange nicht so durchsetzungsfähig wie noch im Heimspiel gegen die Rhein-Neckar-Löwen war HBW-Neuzugang Johan Boisedu am Samstag in Gummersbach. Foto: Ising

Zum neunten Mal unterlag Handball-Bundesligist HBW Balingen-Weilstetten dem VfL Gummersbach.

Balingen - Zum neunten Mal hat Handball-Bundesligist HBW Balingen-Weilstetten am Samstag dazu Anlauf genommen, gegen den VfL Gummersbach zu punkten. Zum neunten Mal misslang der Plan.

VfL Gummersbach – für den HBW bleiben Spiele gegen den Altmeister eine »Mission impossible«. Dabei sah es am Samstag zunächst danach aus, als könnten die Schwaben zum ersten Mal etwas reißen. 20 Minuten lang boten die Schwaben dem Europapokalsieger die Stirn, führten zu diesem Zeitpunkt vor 1900 Zuschauern in der Gummersbacher Eugen-Haas-Halle mit 11:10.

Beim HBW lief plötzlich nichts mehr zusammen

Dann aber nahmen die Hausherren Felix Lobdedank, bis zu diesem Zeitpunkt vierfacher Torschütze bei den Schwaben, aus dem Spiel. Und fortan lief beim HBW nichts mehr zusammen. »Darauf waren wir vorbereitet, aber die Mannschaft hat die taktischen Hilfen nicht angenommen«, sagt HBW-Trainer Rolf Brack.

Die ernüchternde Bilanz nach dem 11:10 (21. Minute): Bis zur 40. Minute gelang es den Gästen bei 21 Angriffen lediglich viermal Gummersbachs Keeper Vjenceslav Somic zu überwinden. Zudem war der VfL nach der 9:8-Führung des HBW bei 18 Würfen in Serie erfolgreich. dabei ließt sich Nikola Marinovic Auftritt mit 15 Paraden, zwei davon bei Strafwürfen, nicht einmal schlecht. »In den ersten 20 Minuten haben wir am oberen Limit gespielt. Das war internationale Klasse – danach aber war es Kreisklasse«, so Brack.

Neuzugänge Schlinger und Boisedu fanden nichts ins Spiel

Überhaupt nicht in die Partie fanden die Neuzugänge Roland Schlinger – zwei Tore bei zehn Aktionen – und Johan Boisedu mit zwei Treffern bei fünf Versuchen. Zu wenig, um die Manndeckung gegen Lobedank zu kompensieren. Und genau das bereitet dem HBW-Coach Kopfzerbrechen. »Es könnte zu einer Standard-Abwehrtaktik unserer Gegner werden, Lobedank herauszunehmen.

Und dann muss über die Mitte und aus dem linken Rückraum einfach mehr kommen.« Leidiglich einen Treffer erzielte der HBW über den Kreis, alle vier den Gästen zugesprochenen Strafwürfe fanden nicht ihr Ziel. »In den ersten beiden Spielen haben wir nun schon sieben Siebenmeter verschossen. So etwas können wir uns nicht leisten«, ärgert sich Brack.

Nun kommt auf den HBW das erste Schlüsselspiel der Saison zu, denn am kommenden Samstag (19 Uhr) empfängt die Brack-Sieben den bisher ebenfalls noch sieglosen Aufsteiger TSG Friesenheim. Erst am Dienstag steigen Schlinger und Marinovic in die Vorbereitung auf diese Partie ein – beide sind bis dahin bei einem Lehrgang der österreichischen Nationalmannschaft
 

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