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Balingen Funker zwischen Vergangenheit und Zukunft

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Jugendarbeit ist der Ortsguppe sehr wichtig: Die Anfänger stellen ihr Projekt "Selbstfahrende Autos" vor. Foto: Breisinger Foto: Schwarzwälder Bote

Den ersten Sonntag im Advent haben Amateurfunker fett in ihrem Kalender markiert. Dann findet nämlich der "Tag der Begegnung" der Ortsgruppe Balingen des Deutschen Amateur Radio Clubs statt. Er ist wieder gut besucht gewesen.

Balingen-Weilstetten. Im Weilstetter Feuerwehrhaus fanden sich viele Amateurfunker aus den Ortsgruppen Albstadt, Tuttlingen, Rottweil, Sigmaringen und Tübingen zum gemeinsamen Fachsimpeln, Informationsaustausch und geselligen Beisammensein ein. Einige der Ortsgruppen waren auf dem Flohmarkt vertreten, bei dem unter anderem Stecker und Amateurfunkgeräte feil geboten wurden.

Anfänger präsentieren "selbstfahrende Autos"

Die beiden Vorträge des Vorsitzenden der Ortsgruppe Balingen, Denis Mrsa, zu den Themen "Strahlungswiderstand und Verluste – Erfahrungen auf 160 Meter mit kurzen Antennen" und "Aktive Antennen" stießen auf großes Interesse, und im Anschluss wurde rege über die Ausführungen von Mrsa diskutiert.

Im Dachgeschoss des Weilstetter Feuerwehrhauses hat die Balinger DARC-Ortsgruppe ihre eigenen Räume. "Das ist natürlich gut, dass wir das Feuerwehrhaus benutzen können. Viele Ortsgruppen verfügen über keine eigene Unterkunft und müssen auf Kneipen oder ähnliches zurückgreifen. Da geht schon viel Zeit mit dem Auf- und Abbau der Gerätschaften flöten, und diese Problematik macht es auch schwer, Jugendarbeit zu betreiben", erklärt der stellvertretende Vorsitzende der Ortsgruppe, Dieter Fischle. Jugendarbeit wird bei der Ortsgruppe Balingen sehr groß geschrieben: Jeweils vier Jugendliche werden in der Anfänger- beziehungsweise Fortgeschrittenengruppe von ihren Betreuern begleitet und unterstützt. Die Anfängergruppe war auch am Sonntag vertreten und stellte ihr Projekt "Selbstfahrende Autos" vor. Diese werden unter anderem per Smartphone gesteuert und erkennen selbstständig Hindernisse. Auch die älteren Semester beäugten diese Arbeit ausgiebig und hatten den ein oder anderen Tipp in petto.

"Im Smartphone-Zeitalter kann problemlos mit jemandem überall auf der Welt Kontakt aufgenommen werden, da ist der Amateurfunk nicht mehr so aktuell. Wir möchten die Jugendlichen aber an den Amateurfunk heranführen", erklärt Jugendbetreuer Thomas Denk.

"Die Jugendlichen haben immer sehr viel Spaß, denn sie lernen viel in Sachen Löten, Bohren und Programmieren", so Denk. "Selbstfahrende Autos sind bei Jugendlichen momentan der Renner. Die gelernten Fähigkeiten können sie später vielleicht auch für ihre berufliche Laufbahn gebrauchen", ergänzt Fischle.

Die Fortgeschrittenengruppe wird im Moment intensiv auf die demnächst anstehende Amateurlizenzprüfung vorbereitet.

Weitere Eckpfeiler der Ortsgruppe sind eine achtköpfige Technikgruppe, die unlängst die Arbeiten an ihrem Projekt "blacksheep" beendet hat, und eine Contestgruppe, die an weltweit stattfindenden Funkwettbewerben teilnimmt.

Amateurfunk kann Leben retten

Mit Amateurfunk können im Katastrophenfall sogar Leben gerettet werden. "Im Falle eines Notfalls kann es sein, dass das Handynetz komplett überlastet ist. Wir verfügen hier aber über eine voll funktionsfähige Anlage mit guten Antennen, durch die wir jederzeit legal Amateurfunk als Notfunk betreiben können und somit über Kurzwellenfrequenz und Ultrakurzwelle Hilfe anfordern können", erklärt Fischle.

Die Digitalisierung ist bedingt auch im Amateurfunk auf dem Vormarsch. "Die Digitaltechnik kann man nicht aufhalten, da müssen auch wir mithalten. Wo früher mit Röhren gearbeitet wurde, hat jetzt komplett die digitale Technik Einzug gehalten", hält Thomas Denk fest. "Wir arbeiten aber aber auch weiterhin mit Betriebsarten, die es schon seit 80 Jahren gibt", ergänzt Dieter Fischle.

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