Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Balingen Corona-Mundschutz überführt Dieb

Von
Ein Mund-Nasen-Schutz liegt auf dem Boden – wie jener des Diebs, der in einem Balinger Friseursalon die Trinkgeldkasse mitgehen ließ. Dank DNA-Spuren an der Maske kamen die Ermittler auf die Spur des Täters. (Symbolfoto) Foto: Maier

Balingen - Nach dem dreisten Diebstahl eines Trinkgeldkässchens in einem Friseursalon in der Balinger Innenstadt ist die Polizei nun über den Mund-Nasen-Schutz, den der Täter trug, auf dessen Spur gekommen. Wie es zu dem kuriosen Fall kam, erfahren Sie in unserem (SB+)Artikel.

Der Vorfall hatte sich Ende Juni ereignet: Nach Angaben des Friseurs, der namentlich nicht genannt werden möchte, kam an einem Freitagmorgen ein junger Mann in seinen Salon, um angeblich einen Haarschneidetermin zu vereinbaren. Er trug, wie vorgeschrieben, Maske. Während eine Mitarbeiterin seine Daten aufnahm und den Frisiertermin in den Kalender eintrug, nahm er zunächst unbemerkt das Trinkgeldkässchen an sich.

Mund-Nasen-Schutz bei Flucht auf Boden geworfen

Plötzlich dann habe der Mann den Salon verlassen, beim hinausstürmen ließ er das bereits geleerte Kässchen fallen – nur so wurden die Salonmitarbeiter überhaupt darauf aufmerksam, dass er dieses hatte mitgehen lassen und offenbar bereits geleert hatte. Zwei Kunden, die vor dem Salon warteten, nahmen die Verfolgung auf, ein Anwohner ebenso – erfolglos. Der Dieb entwischte. Allerdings machte der Anwohner eine wichtige Beobachtung: Auf seiner Flucht riss sich der Langfinger seinen Mund-Nasen-Schutz herunter und warf ihn auf den Boden. Darauf machte der Anwohner die hinzugerufenen Polizisten aufmerksam, die die Maske an sich nahmen und für eine Überprüfung ans Landeskriminalamt schickten.

Von dieser Untersuchung liegt nun das Ergebnis vor – es erbrachte einen Treffer: Die auf der Maske identifizierte DNA-Spur führte zu einem 27-Jährigen aus dem Raum Schömberg. Der junge Mann ist wegen diverser Betäubungsmitteldelikte, Körperverletzung und Eigentums-Strafsachen polizeibekannt; seine DNA ist in der zentralen Datenbank enthalten. Die Ermittler informierten den Friseur darüber in dieser Woche.

Zwei Euro befanden sich in Trinkgeldkasse

Der Haarkünstler zeigte sich im Gespräch mit unserer Zeitung über den Ermittlungserfolg überaus erfreut: Eigentlich habe er nicht damit gerechnet, dass der Dieb ausfindig gemacht werden könne. Und er habe nicht gedacht, dass die Polizei wegen des Vorfalls so "großes Besteck" auspacken und sogar eine DNA-Untersuchung veranlassen würde. Zumal der Schaden doch recht überschaubar gewesen sei, da der Dieb am frühen Morgen zugeschlagen habe: Gerade einmal zwei Euro befanden sich zu diesem Zeitpunkt in der Trinkgeldkasse.

Ein Sprecher des Reutlinger Polizeipräsidiums sagt dagegen, dass die Balinger Beamten "alles richtig" gemacht hätten, auch mit Blick auf den Ermittlungsaufwand: Unabhängig von der Schadenshöhe sei es die Pflicht der Polizei, Straftaten zu verfolgen. Umso schöner sei es, dass die Ermittlungen in diesem Fall zu einem Ergebnis geführt hätten. Dies dank des Mund-Nasen-Schutzes, der derzeit nicht nur in, sondern über vieler Munde sei.

Artikel bewerten
7
loading
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Kommentarregeln

Um Premium-Artikel lesen und Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren richtigen Namen (Vor- und Nachname), Ihre Adresse und eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben.

Mehr Informationen erhalten Sie unter diesem Link.

Ihr Passwort können Sie frei wählen. Der Benutzername ist Ihre E-Mail-Adresse.

Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt.

  1. Passwort vergessen?
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!
  1. Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

loading